Pizza-Laden reagiert köstlich auf Anti-Homoehe-Plakat

Ein Pizza-Geschäft in Tasmanien beweist Humor und zieht eine konservative Ehe-Kampagne ins Lächerliche. (Bild: ddp Images)

In einem Teil von Tasmanien sorgt seit kurzem eine Plakatwand für Aufregung. Die Kampagne „Coalition for Marriage“ will die Ehe zwischen Mann und Frau bewahren – und tut dies selbstbewusst auf einer Werbetafel kund. Die Betreiber eines Pizza-Ladens nebenan haben die Kampagne nun zu ihren Gunsten umgestaltet.

Man braucht nur ein bisschen Hirn, etwas Energie und ein gutes Herz – und schon kann man aus den schlimmsten Hetzparolen lebensbejahende Weisheiten machen. So lässt sich mit wenigen Pinselstrichen aus einem „Neger raus!“ ein „Norweger voraus!“ gestalten. In Tasmanien haben Betreiber eines Pizza-Ladens nun auf ähnliche Weise eine Ehe-Kampagne sabotiert.

Seit mehreren Tagen prangt im tasmanischen Örtchen Launceston an einer Häuserwand ein Plakat mit dem Satz: „It‘s ok to say no“ (Es ist in Ordnung, nein zu sagen). Gemeint ist damit, dass Menschen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften durchaus ablehnend gegenüberstehen dürfen. Da das Plakat aber auf der Fassade des Pizza-Ladens „Wiseguy“ befestigt wurde, sahen sich die liberalen Betreiber gezwungen, etwas dagegen zu unternehmen. Und zwar auf möglichst legalem Wege.

So nahmen sich die Mitarbeiter einfach eine Leiter, kletterten an der Fassade neben dem Plakat empor und schrieben den Satz einfach weiter. Wer aus der Ferne nun auf die Häuserwand schaut, liest den Satz: „It‘s ok to say no to pineapple on pizza!“. (Es ist in Ordnung, nein zu sagen zu Ananas auf Pizza!“).

Eine politische Meinung wollen die Pizzaladen-Betreiber aber nicht abgeben. Mitarbeiter Ben Barwick sagte gegenüber ABC Australien: „Wir haben unsere Seite der Häuserwand bemalt, nicht die Anzeige selbst, und wollen einfach nur ein bisschen Humor beitragen.“ Er fügte hinzu: „Wir respektieren alle Meinungen“ und „wir sind lediglich zum Pizzamachen da“.

Die Kampagne „Coalition for Marriage“ wird von mehreren konservativen und kirchlichen Organisationen betrieben, unter anderem der Australian Christian Lobby, der katholischen Erzdiözese in Sydney sowie der anglikanischen Diözese in Sydney.