Pixel Ear Buds Hands-On

Sascha Koesch


Es ist keine Frage, falls die Simultan-Übersetzung von Googles Pixel Buds so gut funktioniert, wie sie auf dem Event demonstriert wurde, dann hat Google hier etwas an der Hand, dass ihren Assistenten in völlig neue Höhen katapultiert. Die Fähigkeit direkt mit Menschen zu sprechen, die keine Sprache mit einem teilen, dürfte sich als unerlässliches Reise-Accessoire rasant etablieren. Und immerhin 40 Sprachen soll das Feature verstehen, das wird für weite Teile der Erde reichen. Man kann sich fragen, warum Google die Pixel Buds nicht gleich groß, sondern eher im letzten Teil der Präsentation gezeigt hat. Ganz fertig sind sie aber wohl noch nicht, da man sie bislang nicht bestellen kann.



Natürlich kommt das nicht aus dem Nichts, Google Translate beherrschte dieses Feature schon länger und auch nach und nach immer brauchbarer, aber mit den Ear Buds nimmt Google aus dieser Funktionalität den technischen Bruch und lässt sie fast natürlich wirken. Auch dadurch, dass ein längerer Druck auf den rechten "Bud" den Google Assistant auslöst, ohne dass man in der Öffentlichkeit "Ok, Google" sagen muss.

Klar, man hält dann immer noch sein Smartphone in der Hand und das ist u.U. nicht so laut, dass das Gegenüber in jeder Situation gut verstehen kann, was die halbwegs flüssige Computerstimme übersetzt, aber die pure Faszination durch die Schnelle der Übersetzung wird es dennoch praktikabel in vielen Momenten machen. Vorausgesetzt man unterhält sich in kürzeren Sätzen. Es ist bislang noch nicht klar, ob die Übersetzung - ähnlich wie bei Translate - auch offline funktioniert, oder ob man dafür doch eine gute Datenrate braucht. Diese Details werden wir wohl in den kommenden Wochen erst herausfinden müssen, wenn die Ear Buds dann mal erhältlich sind und von vielen Menschen ausgiebig getestet werden konnten.



Neben diesem Feature streicht man nach vorne um vorzuspulen, nach hinten um zurückzuspulen, tippt die Buds an, für eine Pause und tippt zwei mal, um die Notifications vom Smartphone vorgelesen zu bekommen. Der Sound - im Testbereich war das nicht wirklich explizit gut zu testen - ist ordentlich, hat Bass, aber schließt wohl auch nich so dicht ab, dass Umgebungsgeräusche nicht dennoch durchkommen.

Die kleinen Schlaufen lassen sich um das Ohr legen und verringern so die Möglichkeit, dass man die Kopfhörer unter Umständen verlieren könnte. Auch das sehr praktisch. Google Ear Buds dürften jedenfalls mit ihren Funktionalitäten zu den großen Must-Haves eines jeden gehören, der viel rumkommt.