Nach Pinizzottos Ellenbogencheck gegen Plachta: Auch Trainer sorgen für Wirbel

Nach Pinizzottos Ellenbogencheck gegen Plachta: Auch Trainer sorgen für Wirbel

Nach dem brutalen Ellenbogenschlag von Eishockey-Raubein Steven Pinizzotto gegen den Olympiahelden Matthias Plachta im DEL-Halbfinale zwischen Red Bull München und Adler Mannheim (4:2) haben die beiden Cheftrainer für Aufsehen gesorgt. Adler-Coach Bill Stewart wetterte gegen die Schiedsrichter, die seiner Meinung nach "einen Zirkus" veranstaltet hätten. Und Münchens Meistertrainer Don Jackson irritierte die Eishockey-Szene, als er das Foul seines Verteidigers Pinizzotto in seiner ersten Reaktion als "clean hit" bezeichnete.
Diese Aussage machte der US-Amerikaner allerdings ohne Kenntnis von Nahaufnahmen der Szene. In Echtzeit sei er der Meinung gewesen, dass Pinizzotto seine Arme beim Check am Körper gehabt habe. Die TV-Bilder aus verschiedenen Perspektiven belegten aber eindeutig, dass der Verteidiger gegen Plachtas Kopf den Ellenbogen ausfuhr. "Niemand will sehen, dass sich ein Spieler so verletzt", sagte Jackson. 
Dass dieser üble Check nicht einmal eine Strafe für Pinizzotto nach sich zog, sondern dass der Deutsch-Kanadier nur wegen seines anschließenden Gerangels mit Nationalspieler David Wolf für zwei Minuten auf die Strafbank musste, brachte Stewart auf die Palme. 
"Diese Liga war stolz, dass ihre Spieler bei Olympia Silber gewonnen haben, aber wenn man Dinge wie heute sieht, dann ist das ein Witz!", sagte der Adler-Trainer im Rhein-Neckar-Fernsehen: "Die zwei Hauptschiedsrichter haben daraus, dass zwei Teams ziemlich hart gespielt haben, einen Zirkus gemacht." Es kümmere ihn nicht, ob er für die Aussagen bestraft werde.