Mit Hochdruck gegen Kaugummis: AWB startet Reinigungsaktion auf den Ringen

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Mit einer Offensive wollen die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) ab kommendem Frühjahr gegen Kaugummiverschmutzung auf den Ringen vorgehen. Sobald die Politik zustimmt, will das Team um Leiter Ulrich Gilleßen die Flecken, die durch ausgespuckte Kaugummis entstehen, mit Hochdruckreinigungsstrahlern entfernen. Das ist Teil eines Pilotprojektes, das zwischen Rudolfplatz und Ehrenstraße stattfinden soll, teilte Gilleßen während einer von der CDU-Ratsfraktion geführten Tour mit.

Konkret wollen sich die AWB am Ring um die Reinigung von Hauskante zu Hauskante kümmern. Das ist derzeit nicht immer einfach, weil für manche Hässlichkeiten im Straßenbild – etwa umgestürzte Poller, fehlende Steine im Fußgängerweg oder Aufkleber auf Fahrradständern – schlicht andere städtische Behörden zuständig sind. Deshalb fordert Gilleßen einen Fallmanager, der sich um bestimmte hochfrequentierte Plätze kümmert und bei Bedarf die betreffenden Behörden kontaktiert.

Jährlich 290.000 Tonnen Haus- und Sperrmüll

Eine Aufgabe, die an manchen Stellen viel Durchsetzungskraft erfordern dürfte: Denn die AWB entsorgen nicht nur 290.000 Tonnen Haus- und Sperrmüll pro Jahr, sondern holen auch vier bis elf Tonnen Abfall aus den Grünanlagen in der Stadt – pro Tag. Am Aachener Weiher, den Poller Wiesen, der Rodenkirchener Riviera und im Volksgarten reichen die zahlreichen Mülleimer offenbar nicht aus. Nach warmen Tagen setzen die AWB zusätzliche Picknickreinigungsdienste ein, die unter anderem Grillabfälle entsorgen. Dafür wendet die Stadt jährlich 600.000 Euro auf.

Das Problem wird künftig wohl nicht kleiner werden. Schließlich gebe es eine „Mediterranisierung der Gesellschaft“, so Gilleßen. „Die Leute gehen mehr nach draußen, was ja erst einmal auch gut ist.“ Die AWB wollen ihren Service verbessern. Im Domumfeld soll künftig noch öfter gereinigt werden, an zehn Stellen, etwa an den Ringen, wurden „Presshaie“ aufgestellt: Müllbehälter, die den Abfall zusammendrücken und daher viermal so viel Unrat wie übliche Eimer aufnehmen können. Der Haken: Ein „Presshai“ kostet 10.000 Euro. Schließlich mahnte Gilleßen, die Bürger müssten auch selbst mehr Verantwortung übernehmen und den Müll regelgerecht entsorgen. Ansonsten müssten die Kontrollen verschärft werden....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta