Pflanzenschutzmittel: Berliner haben trotz Fipronil-Skandal weiter Lust auf Eier

Eier im Supermarkt

Ach ja, die Gift-Eier. Natürlich habe sie davon gehört, sagt die Kellnerin eines russischen Restaurants am Weinbergsweg in Mitte. Mit einem kurzen Nicken deutet sie auf den Tisch neben dem Eingang, auf dem mehrere Zeitungen liegen. In denen ist der Fipronil-Skandal seit Tagen das bestimmende Thema. Und trotzdem bestellen die Gäste an diesem sonnigen Sonntagmorgen Rührei und Blintschiki – russische Crêpes. "Es fragt auch keiner, wo die Eier herkommen", sagt die junge Frau mit den lockigen braunen Haaren.

Ein paar Häuser weiter genießen die Gäste eines anderen Cafés ihr Frühstück auf der Holzveranda im Schatten einer blauen Markise. Ein älterer Herr schneidet sein mit Speck und französischen Kräutern verziertes Omelett in kleine Stücke. Den Appetit wolle er sich nicht verderben lassen. Sorgen um seine Gesundheit mache er sich auch nicht. "Ich müsste doch wirklich eine Vielzahl an Eiern verdrücken, bevor das Gift sich überhaupt bemerkbar macht", sagt er.

Tatsächlich bestätigt das Bundesinstitut für Risikobewertung, dass ein erwachsener Mensch mit einem Körpergewicht von 65 Kilogramm bis zu sieben Fipronil-belastete Eier an einem Tag essen kann, ohne dass er Gesundheitsschäden befürchten muss. Bei Kindern mit einem Gewicht von 16 Kilogramm liegt die Höchstgrenze bei 1,7 Eiern am Tag. Gerechnet wurde mit dem bislang höchsten gemessenen Gehalt von 1,2 Milligramm Fipronil pro Kilogramm Ei.

Märkte nahmen Eier aus dem Sortiment

Auf dem Internetportal www.lebensmittelwarnung.de werden Stem...

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