Pfizer-Impfstoff wurde von Berlin finanziert, nicht Washington

Riley Griffin und Drew Armstrong
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Nach der Erfolgsmeldung zum Covid-19-Impfstoffkandidaten von Pfizer Inc. klopften sich viele in Washington auf die Schulter. So auch Vizepräsident Mike Pence, der erklärte, die Unterstützung durch die “Operation Warp Speed” der US-Regierung habe dazu beigetragen, die Entwicklung des Impfstoffs zu beschleunigen.

Tatsächlich hat Pfizer gar keine Mittel aus der Operation Warp Speed für Entwicklung, klinische Prüfung und Herstellung des Impfstoffs erhalten. Unterstützt wurde hingegen der Pfizer-Partner BioNTech SE - von der deutschen Bundesregierung.

Berlin hatte dem Mainzer Unternehmen im September 375 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln zugeteilt, um die Impfstoffentwicklung im Heimatmarkt durch den Ausbau von Entwicklungs- und Produktionskapazitäten zu beschleunigen.

In der Zwischenzeit haben sich die USA verpflichtet, im Voraus Hunderte Millionen Impfstoffdosen abzunehmen, um sicherzustellen, dass Amerikaner unter den ersten Empfängern sind, wenn das Mittel eine Zulassung von der US-Gesundheitsbehörde erhält. Im Juli erklärte sich die Regierung Trump bereit, knapp zwei Milliarden Dollar für 100 Millionen Dosen zu zahlen, mit der Option für bis zu 500 Millionen weitere, sobald die Zulassung vorliegt. Im Rahmen dieser Vereinbarung können die USA entscheiden, wer den Impfstoff zuerst erhält.

Überschrift des Artikels im Original:Pfizer Vaccine’s Funding Came From Berlin, Not Washington (1)

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