Pfiffe, Plakate, Tritte: So lief die Rückkehr der Ex-Leipziger

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Pfiffe, Plakate, Tritte: So lief die Rückkehr der Ex-Leipziger
Pfiffe, Plakate, Tritte: So lief die Rückkehr der Ex-Leipziger
Pfiffe, Plakate, Tritte: So lief die Rückkehr der Ex-Leipziger

Er hatte Pfiffe erwartet und bekam sie!

Julian Nagelsmann hatte keinen leichten Gang, als er sich vor Anpfiff zum Interview am Spielfeldrand begeben musste. Das Leipziger Publikum hieß ihn mit einem donnernden Pfeifkonzert willkommen als sie ihn erblickt hatten. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Nagelsmann hielt dem Pfeifkonzert stand und erledigte seinen Job zusammen mit seiner neuen Mannschaft mit Bravour. Auch ein Spruchband auf dem stand, dass er sich in Leipzig keinen Namen gemacht habe, brachte ihn nicht aus der Ruhe. Als die Aufstellung der Bayern von Stadionsprecher Tim Thoelke um 18.07 Uhr vorgelesen wurde, verzichtete er auf die Erwähnung von Nagelsmann, um ihm weitere Pfiffe zu ersparen.

Nach dem 4:1-Erfolg gegen seinen früheren Arbeitgeber sagte Nagelsmann bei SPORT1: „Ich habe alles erklärt. Das macht auch nicht jeder. Am Ende darf jeder pfeifen.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Nagelsmann jubelt verhalten

An der Seitenlinie war er im legeren Outfit gewohnt aktiv unterwegs. Bei der 1:0-Führung durch Robert Lewandowski (12./Handelfmeter nach Videobeweis) jubelte er verhalten und klatschte mit seinem Trainerteam auf der Ersatzbank ab. Dort saßen mit den Co-Trainern Xaver Zembrod, Dino Toppmöller und Psycho-Doc Maximilian Pelka weitere Ex-Leipziger. Ebenso beim 2:0 durch den eingewechselten Jamal Musiala (47.) und beim 3:0 durch Leroy Sané (54.) jubelte er verhalten.

Beim 1:3 durch Konrad Laimer (58./ebenfalls von den Bayern umworben) blieb Nagelsmann ruhig. Beim 4:1 durch Eric-Maxim Choupo-Moting (90.+2) schlug er fest mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic ein. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Der Empfang für Dayot Upamecano war indes friedlicher. Fünf Jahre spielte er im Trikot von RB Leipzig, ehe er sich den Münchern diesen Sommer für 42,5 Millionen Euro anschloss. Auf dem Platz überzeugte der 22 Jahre alte Innenverteidiger mit einer starken Leistung, schaltete André Silva aus. Allerdings startete er mit einem vertändelten Ball in die Partie.

Auf der Bank saß noch Marcel Sabitzer, Bayerns Last-Minute-Transfer für 15 Millionen Euro. Nagelsmann wollte ihn unbedingt fürs Zentrum verpflichten und bekam den 27 Jahre alten Österreicher, obwohl er eigentlich keinen weiteren Spieler von seinem Ex-Verein verpflichten wollte. Auch deshalb hat er sich den Unmut des Leipziger Publikums zugezogen.

Sabitzer: Pfiffe „ein bisschen enttäuschend“

In der 57. Minute schnappte sich Nagelsmann Sabitzer und bereitete ihn auf seinen Einsatz vor. Zwei Minuten später wurde der frühere Kapitän von RB für Leon Goretzka eingewechselt und spielte fortan im Zentrum neben Joshua Kimmich. Vom Leipziger Publikum (34.000 Zuschauer) erntete Sabitzer ein fast noch lauteres Pfeifkonzert als Nagelsmann. Bei jedem Ballkontakt wurde er ausgebuht. Ex-Mitspieler Amadou Haidara holte ihn einmal rüde von den Beinen (74.). „Ein bisschen enttäuschend“, seien die Pfiffe gewesen, sagte Sabitzer im Gespräch mit SPORT1 und fügte hinzu: „Ich muss schon zugeben, dass es komisch war, als Gegner in dieses Wohnzimmer zu kommen.“

Nach Abpfiff hatten sich alle lieb und klatschten sich auf dem Rasen ab. Upamecano, sowie Toppmöller und Xembrod statteten der RB-Kabine gegen 20.45 Uhr einen schnellen Besuch ab. Noch am Abend flog der Bayern-Tross zurück nach München.

Bei weiteren Leistungen wie diesen am Samstagabend dürfen sich die Ex-Leipziger zumindest in der Allianz Arena auf viel Applaus freuen.

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