Pferdesport: Traber-Derby in Mariendorf: "Es gibt nichts Besseres"

Ulrich Mommert (l.), seit 2005 Eigentümer der Trabrennbahn Mariendorf, macht auch im Sulky eine gute Figur

Berlin.  Ulrich Mommert (76) ist seit 2005 Eigentümer der Trabrennbahn Mariendorf, wo an diesem Freitag (15.30 Uhr) das 122. Deutsche Traber-Derby eröffnet wird. Gemeinsam mit seiner Frau Karin führt er auch selbst zwei Gestüte mit Trabrennpferden. 2015 und 2016 gewann Mommert bei den Besitzern jeweils den Titel "Champion des Jahres" für die meisten Siege in einer Saison.

Herr Mommert, Sie sind Bahn-Eigentümer in Mariendorf, zugleich aber auch mit eigenen Pferden im Rennen. Fällt es Ihnen manchmal schwer, neutral zu bleiben?

Ulrich Mommert: Ach, das geht schon. Natürlich freue ich mich über jeden Erfolg meiner Pferde, aber meine persönlichen Interessen sind im Vergleich zu einem guten Gelingen der ganzen Veranstaltung minimal. Wichtig ist, dass wir auf einer gut präparierten Bahn spannende Rennen mit tollen Pferden sehen. Alles andere ist Zugabe.

Was erwarten Sie von der diesjährigen Veranstaltung?

Das Derby ist der absolute Höhepunkt des Trabersports in Deutschland. Es gibt hierzulande in dieser Zeit keine anderen Rennen, alle kommen nach Berlin. Der Berliner Traberverein ist hierzulande der Premiumverein. In Mariendorf erzielen wir rund 40 Prozent des Jahresumsatzes des gesamten deutschen Trabrennsports, allein in der Derby-Woche zwischen 2,4 und 2,6 Millionen Euro. Was die Qualität und die Dotation der Rennen angeht, gibt es nichts Besseres. Insgesamt wird in diesem Jahr an den acht Renntagen über eine Million Euro an Preisgeld und Züchterprämien ausgeschüttet. Wir erwarten an den Woch...

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