Pferde beim Rosenmontagszug: Striktere Regeln sehen Reitpasspflicht für Reiter vor

Künftig muss ein gültiger Reitpass vorgelegt werden.

Die Zahl der Pferde im Zoch – in diesem Jahr 470 – will das Festkomitee nicht einschränken, allerdings will man mit strikteren Regeln den Schutz von Tieren, Reitern, Helfern und Zuschauern erhöhen. „Seit dem ersten Kölner Rosenmontagszug von 1823 hat das Mitführen von Pferden Tradition“, weiß auch Zugleiter Alexander Dieper, der an dieser Tradition langfristig festhalten will.

Aufgeschreckt über den Kollaps und Sturz der Stute „Querida“ beim vergangen Rosenmontagszug und die sich daran anschließenden Diskussionen über den Tierschutz sowie die Qualität von Reitern und Pferden hat das Festkomitee neue Richtlinien erarbeitet.

Hierzu hatte man sich in den vergangen Wochen sowohl mit Tierärzten als auch mit dem städtischen Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz, dem Pferdesportverband Rheinland und der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) – Dachverband aller Züchter, Reiter, Fahrer und Voltigierer in Deutschland – abgestimmt. „Sicherheit hat bei uns oberste Priorität“, sagte Dieper.

„Um optimal auf den Zug vorbereitet zu sein, verlangen wir von Reiter und Tier einen hohen Standard an psychischer und physischer Eignung. Und der ist nur mit jahrelangem Training zu erreichen.“

Qualifikation kann in Lehrgang erworben werden

Über das neue Konzept informierte Dieper jetzt Vertreter der 13 Traditionskorps und Karnevalsgesellschaften, die Reit- und Kutschpferde mitführen, und traf auf Verständnis. „Die Anforderungen an die Reiter sind sinnvoll“, sagt Nina Maarit Scheiffahrt, Reiterkorps-Vorsitzende des Reiterkorps bei der Großen Kölner KG. „Bei uns sind vorrangig Zochteilnehmer mit langjähriger Reiterfahrung. Aber wer Rosenmontag mitreiten will und die geforderten Qualifikationen und Bescheinigungen derzeit noch nicht hat, kann diese bei einem Lehrgang im Herbst erwerben.“

Genügte bisher ein jährlicher Nachweis von 35 Reitstunden, so muss künftig jeder Reiter einen von der FN anerkannten Reitpass vorlegen. Die Fahrer der Kutschen müssen einen entsprechender Führerschein vorlegen und von den Pferdebegleitern wird ein Qualifikationsnachweis verlangt.

Auch bei den Standards für die Pferde gibt es Neuerungen: Die FN-Gelassenheitsprüfung, bei der Charakter und Erziehung getestet werden, muss nachgewiesen werden sowie alle vorgeschriebenen Impfungen.

Vor dem Zoch werden alle Pferde auf ihren Pflegezustand untersucht. Zu alten Regeln, die bestehen bleiben, zählen das Verbot eine Sedierung (Beruhigungsmittel) sowie Alkoholkontrollen bei Reitern und Fahrern....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta