Pfandbriefbank stoppt Neu-Kredite für Hotels, Center wegen Covid

Stephan Kahl
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Die Deutsche Pfandbriefbank AG stoppt die Neu-Finanzierung von Hotels und Shopping-Centern. Hier sind die Risiken wegen der Coronakrise und sich abzeichnender Umsatzausfälle wegen der Lockdown-Maßnahmen von Regierungen besonders hoch.

“Bei Shopping Centern und Hotels, die von der Viruspandemie besonders betroffen sind, machte die PBB seit dem 2. Quartal keine Neuzusagen”, teilte das Unternehmen am Mittwoch bei der Vorlage seiner Neunmonatszahlen mit. Zudem nahm die Pfandbriefbank weitere Bewertungsabschläge für britische Einkaufszentren im Kreditbestand vor, was sich in einer erhöhten Risikovorsorge niederschlug.

Im Zuge der Pandemie habe sich “die Investoren- und Mietnachfrage grundsätzlich eingetrübt, die Teilmärkte Hotels und Einzelhandel mit Ausnahme des Lebensmitteleinzelhandels sind besonders betroffen”, erklärte die Pfandbriefbank weiter. In diesem Umfeld gehe die Bank noch selektiver vor.

Das Ergebnis vor Steuern belief sich im dritten Quartal auf 75 Millionen Euro, verglichen mit 70 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Die Risikovorsorge stieg von 10 auf 14 Millionen Euro. Auf eine konkrete Jahresprognose verzichtet das Unternehmen.

Aktien der Pfandbriefbank kletterten im frühen Handel in Frankfurt um bis zu 5,5%.

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken, zu dessen über 40 Mitgliedern auch die Deutsche Bank AG zählt, hatte erst diese Woche vor negativen Effekten der Coronakrise gewarnt. “Die Preisdynamik bei Gewerbeimmobilien ist zum Erliegen gekommen”, hieß es bei der Vorstellung des jüngsten Immobilienpreisindexes. Beschränkungen des öffentlichen Lebens hätten dämpfende Auswirkungen.

(Ergänzt um Verbands-Stellungnahme im letzten Absatz)

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