Peugeot geht bei Le-Mans-Hypercar Partnerschaft mit Ligier ein

Heiko Stritzke

Peugeot wird bei seinem Hypercar-Projekt für die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2022/23 mit dem französischen Hersteller Ligier zusammenspannen. Informationen von 'Motorsport.com' zufolge handelt es sich um einen Aerodynamik-Auftrag seitens Peugeot an Ligier.

Der französische Kleinserienhersteller wird damit Subunternehmer beim Hypercar-Projekt des PSA-Konzerns. Ligier hat sich zum Jahreswechsel 2018/19 Onroak Automotive einverleibt. Die Partnerschaft hatte schon 2013 begonnen. Der Dachkonzern Everspeed gliederte Onroak dann endgültig bei Ligier ein.

Zuvor hatte Onroak erfolgreiche LMP2-Boliden designt und war zur Mitte der Dekade sogar drauf und dran, Oreca den Rang als führender LMP2-Konstrukteur abzulaufen. Im Zuge der 2017er-LMP2-Regularien gewann jedoch Oreca wieder die Oberhand im Kampf um die LMP2-Kundschaft.

Die Rebellion-Farben wurden derweil aus dem Rendering des Fahrzeugs bereits entfernt. Es weist nun nur noch die Farben Silber und Gelb auf und kein Rot mehr.

Der Ausstieg von Rebellion Racing aus dem Motorsport ändert für Peugeot nichts, zumal man noch immer in der ersten Phase des Projekts steckt: "Wir sind noch in der anfänglichen technischen Designphase des Projekts. Das ist eine klassische Geschichte von Forschung und Entwicklung", sagt Finot.

Warum Peugeot nach Le Mans zurückkehrt

PSA will Erfahrungen aus dem Formel-E-Projekt mit DS nutzen. Dabei geht es vor allem um technische Entwicklungen und Abläufe im Rennmanagement. "Das ist Teil unserer Synergien zwischen den Marken innerhalb der PSA-Gruppe", so der Franzose.

Weil sich das Projekt noch in der Startphase befindet, hat sich Peugeot auch noch keinerlei Gedanken um Fahrer gemacht. "Das kommt in der zweiten Phase. Das werden wir im Laufe des Jahres 2020 angehen, aber bis jetzt haben wir uns damit noch nicht beschäftigt. Das Auto wird in den (Sommer-) Ferien oder im Herbst 2021 zum ersten Mal rollen. Da haben wir noch etwas Zeit."

Auch erklärt er erstmals, warum sich Peugeot zum Le-Mans-Projekt entschlossen hat: "Wir stecken in einer Transformation. Unsere Serienfahrzeuge werden elektrifiziert. Gleichzeitig starten wir Peugeot Sport mit Fahrzeugen mit wenig Emissionen. Unser Ziel ist, zu demonstrieren, dass Low-Emission-Fahrzeuge Spaß machen können."

"Unser Flaggschiff dafür wird das Hypercar sein, das in der WEC und bei den 24 stunden von Le Mans antreten wird. Damit stellen wir unsere Expertise in Sachen Hybridantrieb unter Beweis und den Fakt, dass Elektrifizierung nicht im Gegensatz zu Fahrspaß steht." Für die Straße werde es vorerst kein Peugeot-Hypercar geben, aber man schaue sich die Möglichkeit an.

Mit Bildmaterial von Peugeot.