Peter Tauber erntet Empörung für Tweet

Peter Tauber erntet Kritik für einen abfälligen Twitter-Kommentar über Minijobber. Nach heftiger Kritik von Twitter-Nutzern und Politikern versucht der CDU-Generalsekretär eine Entschuldigung.


CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat mit einer als respektlos empfundenen Bemerkung über Minijobber empörte Reaktionen ausgelöst. Via Twitter teilte er am Montagabend als Werbung für das neue CDU-Wahlprogramm und in Abgrenzung von der SPD mit: „'Vollbeschäftigung' ist besser als 'Gerechtigkeit'“. Auf die Nachfrage eines Twitter-Nutzers („heißt das jetzt 3 Minijobs für mich?“) erwiderte Tauber: „Wenn Sie was ordentliches gelernt haben, dann brauchen Sie keine drei Minijobs.“

Bis zum Dienstagmorgen gab es deutlich über 1000 oft sehr kritische Antworten auf den Tauber-Tweet - beispielsweise: „Es gibt Leute, die ohne „Ausbildung“ gute Arbeit finden und behalten. Und was „Ordentliches“ schützt nicht vor Minijobs.“ Tauber entgegnete: „Nein leider nicht. Aber ohne Ausbildung geht es gar nicht oder?“

Auch Politiker-Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: „Die pöbelnde Arroganz von Peter Tauber zeigt: der CDU fehlt der Respekt vor Geringverdienern. Wir wollen Vollbeschäftigung in guter Arbeit!“, schrieb SPD-Generalsekretär Hubertus Heil. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann kritisierte: „Und wer keinen Anstand gelernt hat, wird CDU-Generalsekretär.“ Die CDU hat Vollbeschäftigung bis 2015 in ihr Wahlprogramm 2017 aufgenommen.




Der CDU-Generalsekretär versuchte angesichts der teilweise harschen Vorwürfe zu beschwichtigen: „Mini-Jobs sind an sich gut, aber nicht wenn man drei machen muss. Da haben sie recht. Das darf nicht Ziel sein und das wollte ich sagen.“ Mittlerweile entschuldigte er sich mit einem neuen Tweet für die "blöd formuliert(e)" Äußerung über Minijobber.