Peter Maffay zur Bundestagswahl: "Wir brauchen mehr Zusammenhalt"

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In wenigen Tagen geht Deutschland an die Urne, doch wie die politische Landschaft nach der Wahl aussehen wird, ist noch ungewiss. Peter Maffay (72) weiß noch nicht einmal, wo er am Sonntag sein Kreuz machen wird.

Noch keine Entscheidung getroffen

Dabei ist der Sänger ('Über sieben Brücken musst du gehn') eigentlich traditionell Unterstützer der SPD, doch diesmal hadert er mit seiner Partei. "Ich tue mich schwer damit, mich zu entscheiden", gestand er im Gespräch mit 't-online'. Es werde diesmal womöglich eine sehr kurzfristige Entscheidung, und dabei sei er nicht der Einzige: "Ich erlebe in meinem Umfeld, dass es vielen Menschen so geht." Der Grund: In keinem der Kandidat*innen sieht der Star das Potenzial, ein gespaltenes Land zu einen. Darin sieht der Star ohnehin die größte Aufgabe des neues Kanzlers/der neuen Kanzlerin: "Wenn wir Zukunftsfragen wie Ökologie und Klimawandel angehen wollen, dann wird das nur funktionieren, wenn wir einen größeren Zusammenhalt erzeugen."

Peter Maffay wil Entscheidungen für Kulturschaffende

Die scheidende Amtsinhaberin Angela Merkel mag er nicht persönlich kritisieren: "Vieles, was man Frau Merkel aktuell anlastet, waren keine persönlichen Entscheidungen von ihr, sondern wurde von der gesamten Regierung beschlossen." Er glaubt, dass man langfristig positiv über die Kanzlerin denken wird, doch dass die Kulturschaffenden in der Pandemie sich selbst überlassen wurden, ist nicht vergessen: "Die Politik weiß noch immer nicht mit dieser Branche richtig umzugehen. Es scheint mir so, als würden unsere Nöte nicht wahrgenommen."

Darunter würden ganz besonders jüngere Künstler mit wenig Rücklagen leiden. Zudem gibt es noch immer kein schlüssiges Konzept, wie die Branche wieder sicher angekurbelt werden kann. Dennoch gibt sich der Musiker optimistisch, glaubt, dass sich "die Lage bessern wird und muss." Da hofft die ganze Nation mit Peter Maffay.

Bild: Poolfoto / SVEN SIMON/picture-alliance/Cover Images

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