Satirischer Wochenrückblick: Der Ebertplatz – Eine Seele aus Beton

Die Stadtgestalter müssen den Platz wieder attraktiver machen.

Lieber Ebertplatz! Wie viele Jahre schon bettelst Du nun schon darum, dass die Kölner Dich endlich lieben? Wie viele Seelenklempner haben sich schon an Dir versucht?

Studenten, Professoren und Pfarrer, um das dunkle Labyrinth Deiner geschundenen Betonseele zu ergründen und aufzuhellen.

Was man Dir nicht alles schon geraten hat, damit es Dir endlich besser geht? Beach-Volleyball spielen, Soccer und Frisbee, Dir einen neuen Schnitt zulegen, nicht mehr dieses wilde ungezähmte Grün, alles ein bisschen hübscher.

Du solltest Dir eine große Freifläche gönnen, die Kölner einladen, auf Dir zu verweilen und zu flanieren, ihre Seelen baumeln zu lassen – zwischen Eigelstein und Agnesviertel. Auf dass sie eines Tages sagen: Ja, mein Lieber, wir lieben Dich, ohne Dich ist alles nichts. Wir haben endlich kapiert: Du bist das Herz unserer Stadt.

Der Kölner Ebertplatz hat schon vieles ausprobiert

Du warst mit allem einverstanden, hast alles probiert. Aber die Kölner haben geredet und geredet, die Bläck Fööss sich sogar vorstellen können, dass der Kreml auf Dir steht. Nur bekannt haben sie sich bis heute nicht zu Dir.

Lieber Ebertplatz! Weißt Du, was ich so an Dir schätze? Ich bewundere Deine Zuversicht. Du gibst einfach nicht auf. Dich nicht – und Deine Kölner auch nicht. Du glaubst immer noch Beton hart wie Deine Blumenkübel daran, dass es eines Tages etwas werden wird mit euch. Jetzt ist von 2019 die Rede. Immerhin. Deine Liebe zu Köln trägt Dich durch die schweren Zeiten. Was bleibt Dir übrig? Wo solltest Du auch hin?...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta