Personalnot: Über 4000 Stellen sind in den Berliner Behörden unbesetzt

Elektronische Anzeigetafel und Wartende im Flur des Bürgeramts Pankow

In der öffentlichen Verwaltung Berlins sind derzeit mehr als 4000 Stellen nicht besetzt. Besonders dramatisch ist die Situation in den Bezirken. Wie aus einem der Berliner Morgenpost vorliegenden internen Papier des Senats hervorgeht, waren in den Bezirksverwaltungen zum Stichtag 1. Juni rund 1320 der 21.270 Stellen vakant. In den Landesbehörden fehlte Personal für etwa 2590 der insgesamt rund 87.300 Stellen. Noch nicht berücksichtigt sind die zusätzlichen Lücken durch Krankheit.

Ein ernüchternder Befund. Denn längst steht Berlin nach Jahren der Haushaltskonsolidierung wieder das nötige Geld zur Verfügung, um Personal einzustellen. Und in den Bürgerämtern, den Kfz-Zulassungsstellen oder auch den Standesämtern knirscht es gewaltig, Antragsteller müssen oft Wochen oder sogar monatelang auf einen Termin warten. Doch eine Entspannung der Personalsituation ist nicht in Sicht. Im Gegenteil, wie aus einer Anfrage der Berliner Morgenpost bei der Senatsverwaltung für Finanzen hervorgeht.

"Wenn nicht gehandelt wird, werden die Engpässe zunehmen"

Demnach ist allein in der Hauptverwaltung gegenüber dem Jahr 2015 die Zahl der unbesetzten Stellen um rund 830 gestiegen. "Die Gründe hierfür liegen im Personalabbau, der 2015 im Rahmen des Konsolidierungskurses noch vollzogen wurde", erklärte der Sprecher von Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD). Erst mit dem Haushalt 2016/2017 seien rund 4100 zusätzliche Stellen beschlossen worden. "Ein Teil dieser geschaffenen Stellen konnte bis Mitte die...

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