Personalmangel: Standesämter: Bezirke bekommen Geld für mehr Mitarbeiter

In zahlreichen Berliner Standesämtern müssen Heiratswillige viel Zeit mitbringen

Mit dem Personalmangel und den langen Wartezeiten in vielen Berliner Standesämtern hat sich am Donnerstag auch das Abgeordnetenhaus beschäftigt. Die FDP-Fraktion hatte einen Maßnahmenkatalog zur Abstimmung gestellt, mit dem sich ihrer Ansicht nach die Misere kurzfristig abstellen ließe.

Die wichtigsten Punkte: Alle Bezirke sollten mindestens je zwei weitere Mitarbeiter für die Standesämter bekommen und Termine nur noch zentral im Internet über berlin.de oder die zentrale Behördenrufnummer 115 vergeben. Zudem sollten Standesbeamte aus dem Ruhestand reaktiviert und die derzeit sechsmonatige Ausbildungszeit speziell für diese Tätigkeit verkürzt werden.

Es sei nicht hinnehmbar, dass Paare schon in Nachtstunden vor dem Standesamt Mitte Schlange stehen, um einen Termin für das Aufgebot zu bekommen, dass es in Mitte zwölf Wochen dauere, um eine Geburtsurkunde zu erhalten, und in Pankow sechs Wochen, bis eine Sterbeurkunde vorliege, kritisierte die FDP-Abgeordnete Maren Jasper-Winter.

Der Senat habe keinen Blick für das Ganze

Die Standesämter seien völlig überlastet und beim zugebilligten Personalzuwachs im vergangenen Jahr vergessen worden. Jasper-Winter warf dem Senat vor, "sich von einer Baustelle zur anderen zu hangeln, ohne Blick für das Ganze".

Die CDU unterstützte den Antrag, der Abgeordnete Burkard Dregger erwartet vom Senat einen "Kriseninterventionsplan". Notwendig sei vor allem, kurzfristig mehr Personal bereitzustellen. Dregger erinnerte an die Bürgerämter, auch dort habe sich...

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