Und, was ist deine „persönliche Dividendenrendite“?

Sparen: Geld und Münzen
Sparen: Geld und Münzen

Weißt du eigentlich, was deine persönliche Dividendenrendite ist? Ich ehrlich gesagt nicht. Aber das ist etwas, das ich alsbald nachholen möchte. Gemeint ist für mich damit eine Kennzahl, die unser Depot als gesamtes betrachtet und gleichzeitig die Ausschüttungen einheitlich betrachtet. Dividieren wir die Ausschüttungen durch unseren Depotwert, so erhalten wir unseren persönlichen Faktor.

Ziemlich schnell kommen verschiedene Überlegungen auf. Sollten wir die persönliche Dividendenrendite an unserem aktuellen Depot messen? Oder gegebenenfalls auch am Kaufwert? Solche Überlegungen zeigen, inwieweit wir Grenzen und Möglichkeiten dieser Kennzahl definieren können. Aber das ist erst der Anfang unserer heutigen Reise der Denkanstöße.

Die persönliche Dividendenrendite: Viele Dinge sind zu berücksichtigen

Wenn wir über eine persönliche Dividendenrendite sprechen, müssen wir unser Depot als ganzheitlich betrachten. Aber sollten wir gegebenenfalls ein paar Dinge ausklammern? Was ist zum Beispiel mit Aktien, die keine Dividende an die Investoren auszahlen? Wenn du zum Beispiel ein Growth-Depot fast ohne Ausschüttung und ein Einkommensdepot hast, macht ein Trennen vermutlich Sinn. Aber man kann natürlich trotzdem die Gesamtheit betrachten.

Die eigene, persönliche Dividendenrendite ist jedoch wirklich erst der Beginn. So können wir auch ein Dividendenwachstum über unser Depot verteilt definieren. Möglicherweise auch eine Ausfallquote, wie viel im letzten Jahr oder im Jahr davor ausgefallen ist. Wichtig ist vielleicht auch, einmal zu durchdenken: Welche Aktie liefert eigentlich welchen Anteil an meiner persönlichen Dividendenrendite? Und ist dieser Anteil für mich gerechtfertigt mit Blick auf das Chance-Risiko-Verhältnis?

Wir können anhand der Kennzahl zudem messen, ob wir unsere Ziele erreichen oder auf einem guten Weg sind. Ist der Wert zum Beispiel bei unter 2 % über das gesamte Depot und man möchte die finanzielle Freiheit mit einem passiven Einkommen erreichen, hat man womöglich zu viel in nicht ausschüttende Aktien investiert. Solche Auswertungen liefern ebenfalls einen sehr wertvollen Einblick.

Definiere deine Kennzahl!

Die persönliche Dividendenrendite ist für mich eine sehr wertvolle Kennzahl. Aber sie zu definieren und für sich greifbar zu machen ist eine Herausforderung. Wir können wirklich jede Menge Auswertungen fahren, die uns ein Gespür für unser gesamtes Depot ermöglichen. Das ist etwas, das bei vielen unternehmensorientierten Investoren vielleicht so manches Mal zu kurz kommt.

Bei mir zumindest schon. Eine meiner nächsten Aufgaben ist es daher, einmal zu überprüfen, wo ich denn eigentlich stehe.

Der Artikel Und, was ist deine „persönliche Dividendenrendite“? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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