Perez hadert mit Leistungsverlust: Nur wegen altem Motor hinter Leclerc?

Norman Fischer
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Mit Startplatz fünf holte Sergio Perez am Samstag in Sachir alles heraus, was in seinem Racing Point steckte. "Wir haben unser Potenzial maximiert und jede einzelne Kurve richtig hinbekommen", sagt der Mexikaner. Vielleicht eine halbe Zehntelsekunde habe er liegenlassen - mehr aber auch nicht.

Auf Platz vier von Charles Leclerc fehlte ihm aber mehr als eine Zehntelsekunde. Die wäre laut Perez eventuell drin gewesen, wenn er nach dem Motorschaden in der Vorwoche nicht auf ein altes Aggregat hätte zurückgreifen müssen. "Wir hatten nicht den Speed von Leclerc, dem eine fantastische Runde gelungen ist. Auf dieser Strecke fehlt uns der frische Motor", sagt er.

Wie viel genau ihm durch den Motor gefehlt hat, kann Perez nicht beziffern. Er weiß nur: Jede Zehntelsekunde macht auf dieser kurzen Strecke einen enormen Unterschied.

Für morgen rechnet er sich von seiner Startposition einiges aus: "Überholen wird schwierig werden, von daher bin ich in einer guten Position, um um ein gutes Ergebnis kämpfen zu können."

Szafnauer freut sich: Beide Piloten in Q3

Ein frischer Motor könnte dabei helfen, oberste Priorität habe aber, es mit dem aktuellen Material über die Ziellinie zu schaffen. "Wir wollen keine Strafe für einen neuen Motor bekommen. Wir wissen, dass wir etwas unterperformen beim Motor, aber wichtig ist, dass wir das Beste herausholen und es hier und in Abu Dhabi bis ins Ziel schaffen."

Denn trotz des Doppelausfalls in Bahrain vor einer Woche kämpft der Rennstall noch immer um Rang drei bei den Konstrukteuren zum aktuellen WM-Stand. 17 Punkte fehlen auf McLaren, die in Sachir jedoch nur von den Positionen acht und 15 starten werden. Racing Point selbst brachte beide Piloten in Q3, was den Teamchef freut.

"Auf so einer kurzen Runde mit so viel Verkehr war das Potenzial für eine Lotterie da. Die Plätze fünf und zehn sind solide. Wir besitzen eine gute Ausgangslage, um mit beiden Fahrzeugen zu punkten", sagt Otmar Szafnauer. "Wir haben ein konkurrenzfähiges Auto. Ich bin sicher, dass unsere Rennpace genauso gut ist wie unsere Pace im Qualifying."

Stroll hadert mit Schaden am Unterboden

Lance Stroll war mit seinem zehnten Startplatz jedoch weniger glücklich. Er macht einen beschädigen Unterboden dafür verantwortlich, den er sich auf dem Randstein in Kurve 8 zugezogen hatte. "Zum Glück hatten wir schon eine ausreichende Zeit für Q3", meint der Kanadier. "Aber es hat uns um die Chance gebracht, noch besser als von Platz zehn zu starten."

"Wir müssen uns den Unterboden noch detaillierter anschauen. Ich bin überrascht, dass er beschädigt war. Dadurch haben wir eine Menge Abtrieb am Heck verloren, was uns eine Menge Rundenzeit gekostet hat", so Stroll.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.