Pentagon-Chef mahnt höhere Verteidigungsausgaben der Nato-Partner an

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WASHINGTON (dpa-AFX) - Der neue US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat höhere Verteidigungsausgaben der Nato-Partner angemahnt. Austin sagte am Freitag bei einer Pressekonferenz im Pentagon, dass er sich freue, dass viele der Nato-Verbündeten ihre 2014 gemachten Zusagen in dem Bereich mittlerweile erfüllten oder gar überträfen. "Wir sind jetzt im siebten Jahr der konstanten Steigerung der Verteidigungsausgaben und natürlich wollen wir, dass sich dieser Trend fortsetzt", sagte Austin. "Und wir wollen, dass jedes Mitglied des Bündnisses seinen Anteil dazu beiträgt."

Die Höhe der Verteidigungsausgaben ist ein Dauerstreitthema innerhalb der Allianz. Die Nato-Staaten hatten sich 2014 auf das Ziel verständigt, ihre Verteidigungsausgaben bis 2024 an mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts anzunähern.

Deutschland verfehlt die Marke seit Jahren. Der Vorgänger des neuen US-Präsidenten Joe Biden, Donald Trump, hatte die Bundesregierung deswegen immer wieder scharf kritisiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte am Freitag das Ziel, die Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern. Sie wies darauf hin, dass Deutschland in diesem Jahr bei rund 1,5 Prozent liege.