Penske 2018: Drei Autos - Indy ohne Montoya

Die Penske-Stammfahrer für IndyCar 2018: Power, Pagenaud, Newgarden


Chip Ganassi verschlankt sein IndyCar-Team für die Saison 2018 von vier auf zwei Autos. Nun geht auch Roger Penske einen ähnlichen - wenn auch nicht ganz so radikalen - Schritt. Das Team Penske wird in der ersten IndyCar-Saison mit der neuen Einheits-Aerodynamik nicht mehr als Vier-Wagen-Team, sondern nur noch als Drei-Wagen-Team auf Vollzeitbasis antreten.

Castroneves: Beide Indianapolis-Renenn mit Penske

Josef Newgarden, der als Titelverteidiger mit der Startnummer 1 fahren wird, ist für 2018 ebenso gesetzt wie Will Power (Startnummer 12) und Simon Pagenaud (Startnummer 22). Einzig bei den beiden Indianapolis-Rennen im Mai (Grand Prix von Indianapolis und Indy 500) wird Penske ein viertes Auto an den Start bringen.

Dieser vierte Penske-Chevrolet trägt die Startnummer 3 und wird von Helio Castroneves gefahren. Damit gibt der "Spiderman", der 2018 genau wie Juan Pablo Montoya für Penske die volle Saison in der Sportwagenserie IMSA bestreitet, ein zwei Rennen umfassendes IndyCar-Comeback.

Bezogen auf den Indy-500-Fahrplan 2018 bestätigt Roger Penske: "Wir werden nächstes Jahr drei Autos einsetzen. Das werden die Autos der drei Stammfahrer plus ein viertes Auto für Helio sein."

Montoya: Freigabe für Indy 500 mit anderem Team

Bis zuletzt hatte sich auch Montoya Hoffnungen gemacht, wie schon 2017 erneut in Indianapolis einen zusätzlichen Penske-Boliden fahren zu dürfen. Diese Hoffnungen wurden nun zerstreut. "Captain" Roger Penske stellt aber klar, dass Montoya trotz seines Vollzeit-Engagements in der IMSA die Freigabe hat, sich für das Indy 500 ein Cockpit bei einem anderen IndyCar-Team zu suchen: "Sollte er für ein anderes Team fahren wollen, dann ist das seine Entscheidung. Es gibt von unserer Seite nichts, weshalb wir Nein sagen würden. Es ist komplett seine Entscheidung."

Dass Montoya große Lust hat, auch 2018 das Indy 500 zu fahren, um es nach 2000 mit Ganassi und 2015 mit Penske nach Möglichkeit ein drittes Mal in seiner Karriere zu gewinnen, hat er mehrfach betont. Es bleibt abzuwarten, ob und wenn ja, bei welchem Team der Kolumbianer unterkommt.

Indes jagt Castroneves mit Penske im Mai 2018 seinen vierten Indy-500-Sieg, der ihn auf eine Stufe mit A.J. Foyt, Al Unser und Rick Mears bringen würde. Allerdings rennt der "Spiderman" diesem vierten Sieg nun schon seit 2010 hinterher. Am knappsten dran war er 2014 und 2017, als er jeweils in der Schlussphase von einem Andretti-Piloten (Ryan Hunter-Reay beziehungsweise Takuma Sato) noch abgefangen wurde.

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