Pensionslasten des Bundes 2016 deutlich gestiegen

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Die Pensionslasten des Bundes sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Ende 2016 betrugen die zu erwartenden Kosten für Pensionsleistungen und Beihilfen der heute aktiven Beamten 646,98 Milliarden Euro. Das waren rund 63 Milliarden Euro mehr als zu Beginn des Jahres 2016, wie aus der aktuellen Vermögensrechnung des Bundes hervorgeht. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Danach beliefen sich die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen des Bundes insgesamt auf 477,96 Milliarden Euro, ein Plus von rund 42,1 Milliarden Euro. Die Pensionskosten für Bundesbeamte, Richter und Bundeswehr-Soldaten summieren sich in den nächsten Jahrzehnten auf 238,39 Milliarden Euro. Für die Altersversorgung ehemaliger Postbeamten muss der Bund 171 Milliarden aufbringen, für ehemalige Bahnbeamte 68,52 Milliarden. Zu diesen Verpflichtungen kommen Beihilfeleistungen für Pensionäre von 169 Milliarden Euro hinzu.

Die Rückstellungen berücksichtigen künftige Pensionszahlungen an die zum Stichtag aktiven Beamten ab dem Zeitpunkt ihres Eintritts in den Ruhestand sowie an Versorgungsempfänger. Der starke Anstieg sei zinsbedingt, schreibt das "Handelsblatt". Ab dem Berichtsjahr 2017 gelte ein neuer Satz, um den Anstieg der Pensionslasten zu bremsen.

Insgesamt wird zum 31. Dezember 2016 das Vermögen des Bundes unter Einbeziehung der Sonder- und Treuhandvermögen auf 251,7 Milliarden Euro beziffert. Die Schulden beliefen sich auf 1 866 Milliarden Euro. Unterm Strich ergibt sich damit ein negativer Vermögens-/ Schuldensaldo von gut 1 614 Milliarden Euro. Das sind im Vergleich zum Beginn des Jahres rund 52,5 Milliarden Euro mehr.