Peloton Interactive: Bringen diese „Zusatzverkäufe“ wirklich die Wende?

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Auf der Stelle rennen

Die Aktie von Peloton Interactive (WKN: A2PR0M) hat zum Donnerstag dieser Woche mal wieder ein starkes Lebenszeichen von sich gegeben. Zum US-amerikanischen Handelsschluss weist die Aktie ein Plus von ca. 9,8 % auf, was natürlich interessant ist. Vor allem, da so mancher Investor mit den letzten Quartalszahlen leicht zu kämpfen hatte.

Gibt es fundamentale Neuigkeiten zur Aktie von Peloton Interactive? Ja, die gibt es. Grundsätzlich scheinen sich, hm, nennen wir es einfach mal Zusatzverkäufe anzubahnen. Ohne Zweifel ein Weg, den Umsatz zu steigern. Aber langsam: Riskieren wir einen Blick darauf, was das Management jetzt für eine Initiative startet.

Peloton Interactive: Sportbekleidung im Fokus

Wie das Management von Peloton Interactive verkündet hat, möchte man ein neues Segment für sich erschließen. Neben der gängigen Hardware, der Sportgeräte selbst, soll auch die Bekleidung zukünftig einige Umsätze für das Unternehmen einbringen. Sportgeräte und Bekleidung? Passt zunächst natürlich wie die Faust auf’s Auge.

Peloton Interactive möchte dabei Trikots, Hoddies, Tights und Shorts anbieten. Oder: Alles, was der aktive Sportler für sein Training benötigt. Dabei soll der Preisbereich zwischen 15 und 118 US-Dollar anvisiert werden. Ein Niveau, das grundsätzlich für die Zielgruppe interessant sein könnte. Zumal diese Preiskategorie in einigen bis vielen Fällen wohl auch die Mittelklasse-Ausstattung treffen könnte.

Für Peloton Interactive könnte die Sportbekleidung eine neue Umsatzquelle sein. Insbesondere da das Management zuletzt ankündigte, die Gerätschaften günstiger werden zu lassen, ist das möglicherweise wichtig. Das Umsatzwachstum soll schließlich hoch bleiben. Wohl auch, weil die fundamentale Bewertung des Unternehmens das benötigt.

Steckt mehr dahinter … der Turnaround?

Um es klar auszudrücken: Meine Investitionsthese bei der Aktie von Peloton Interactive würde die Sportbekleidung nicht großartig verändern. Die Zusatzverkäufe mögen nett und eine neue Umsatzquelle sein. Im Endeffekt ist die Investitionsthese jedoch eine andere.

Nämlich, dass es das Unternehmen schafft, klassischen Fitnessstudios nachhaltig die Stirn zu bieten. Sowie auch, dass sich nach COVID-19 ein Ökosystem bestehend aus Nutzern in dem sozialen Netzwerk tummelt, das regelmäßige wiederkehrende Umsätze produziert.

Natürlich könnte die Bekleidung von Peloton Interactive das Branding stärken. Sichtbar ist die Sportbekleidung mit Sicherheit. Das Logo könnte dadurch bekannter werden. Ich würde diese Meldung trotzdem eher in die Kategorie Zusatzverkäufe oder Nebenkriegsschauplätze einordnen.

Trotzdem ist es interessant zu sehen, was Peloton Interactive aus der eigenen Marke herausholen möchte. Mit der Sportbekleidung könnten die Umsätze moderat steigen und sich eine neue Umsatzquelle öffnen. Vielleicht auch mehr, langfristig orientiert gedacht. Aber, wie gesagt: Meine Investitionsthese würde eher das Netzwerk und wiederkehrende hochmargige Umsätze in den Fokus rücken.

Der Artikel Peloton Interactive: Bringen diese „Zusatzverkäufe“ wirklich die Wende? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Peloton Interactive.

Motley Fool Deutschland 2021

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