Pelosi setzt Asien-Reise fort - Angst vor Eskalation um Taiwan

PEKING/SINGAPUR (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund der Spannungen mit China wegen eines möglichen Taiwan-Besuchs setzt die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, am Dienstag ihre Asienreise fort. Einen genauen Reiseplan veröffentlichte die 82-Jährige nicht. Die Spitzenpolitikerin hatte ihre Reise am Montag in Singapur begonnen. Weitere angekündigte Stationen sind Malaysia, Japan und Südkorea. Offen blieb weiterhin, ob Pelosi trotz Warnungen aus China auch nach Taiwan reisen würde. Peking hatte den USA für diesen Fall mit Konsequenzen gedroht. Eine Visite der Nummer Drei der USA wäre der ranghöchste US-Besuch in Taipeh seit Jahrzehnten.

Zwar steht das demokratische Taiwan nicht auf dem offiziellen Reiseplan, doch befürchtet Peking, dass sich Pelosi über die Warnungen hinwegsetzen könnte. Die US-Demokratin hat schon länger vor, Taiwan zu besuchen, um damit ein Zeichen gegen die Drohungen aus Peking zu setzen. Chinas kommunistische Führung betrachtet Taiwan als Teil der Volksrepublik und lehnt offizielle Kontakte anderer Länder zu Taipeh entschieden ab. Hingegen versteht sich das 23 Millionen Einwohner zählende Taiwan seit langem als unabhängig.

Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf einen taiwanischen und einen amerikanischen Regierungsbeamten, es werde ein Besuch in Taiwan "erwartet". Das Pentagon beobachte chinesische Bewegungen und arbeite "rund um die Uhr" an Plänen für die Sicherheit Pelosis.

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