Pekinger Behörden schließen im Kampf gegen Corona Dutzende U-Bahnstationen

Rund 40 Corona-Stationen in Peking wegen Corona geschlossen (AFP/Jade GAO) (Jade GAO)

Im Zuge von Bewegungseinschränkungen wegen der Corona-Pandemie sind in Peking dutzende U-Bahn-Stationen geschlossen worden. Von den Schließungen seien rund 40 Haltestellen - gut ein Zehntel des Pekinger U-Bahnnetzes - in der chinesischen Hauptstadt betroffen, teilte der U-Bahnbetreiber am Mittwoch im Chat-Dienst WeChat mit. Die Ein- und Ausgänge dieser Stationen würden geschlossen, für die Durchfahrt von U-Bahnen seien die U-Bahnhöfe aber nicht gesperrt.

"Ich denke, die Stadt ist schon in einem halb geschlossenen zustand", sagte ein Pekinger, dessen Wohnkomplex im Zuge des Kampfs gegen Corona abgeriegelt wurde und der nicht namentlich genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP. "Es gibt keinen Zeitplan, wann unser Lockdown aufgehoben werden soll, und es werden noch mehr Orte abgeriegelt."

China hat derzeit mit seinem schwersten Corona-Ausbruch seit Beginn der Pandemie vor gut zwei Jahren zu kämpfen. Aus der 21-Millionen-Einwohner-Stadt Peking wurden am Mittwoch aber nur 51 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet, fünf davon symptomlos. Chinas größte Stadt Shanghai verzeichnete fast 5000 neue Fälle innerhalb eines Tages. Damit setzte sich allerdings ein Abwärtstrend bei den Corona-Fällen in Shanghai fort, die Stadt hat einige ihrer Restriktionen wieder gelockert.

Die Pekinger fürchten hingegen weitere Verschärfungen der Corona-Restriktionen. Viele Einwohner der Hauptstadt haben sich bereits für einen möglichen Lockdown mit Vorräten eingedeckt.

Einige Wohnanlagen in Peking wurden bereits abgeriegelt. Bei vielen Touristenattraktionen wurden die Corona-Restriktionen verschärft. In Restaurants der Hauptstadt darf kein Essen mehr serviert werden. Im dicht besiedelten Stadtbezirk Chaoyang laufen seit Dienstag Corona-Massentests bei der Bevölkerung.

yb/dja

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