Peking verurteilt US-Sanktionen gegen chinesische Einrichtungen

dpa-AFX

PEKING (dpa-AFX) - Peking hat neue US-Sanktionen scharf kritisiert, die Washington wegen des Konfliktes mit Nordkorea gegen chinesische Einrichtungen verhängt hat. "Wir fordern, dass die USA diese falsche Praxis sofort beenden", sagte eine Sprecherin des Pekinger Außenamtes am Mittwoch. Die Maßnahmen seien nicht förderlich für die künftige Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen. Auch würden sie nicht dazu beitragen, die Probleme in Korea zu lösen.

Zuvor hatte das US-Finanzministerium am Dienstag Sanktionen gegen 16 russische und chinesische Einrichtungen verhängt. Das Ministerium, erklärte, sie würden beschuldigt, indirekt Nordkoreas Programm zur Aufrüstung mit Atomraketen unterstützt zu haben.

"Es ist inakzeptabel, dass Firmen und Einzelpersonen in Russland, China und anderswo Nordkorea helfen, Einkommen zu generieren, mit dem Massenvernichtungswaffen hergestellt werden und die Region destabilisiert wird", erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin.

Die US-Sanktionen frieren das Guthaben der Betroffenen in den USA ein. Außerdem verbieten sie amerikanischen Unternehmen und Individuen, mit ihnen Handel zu treiben. Bereits Ende Juni hatten die USA Sanktionen gegen eine Bank und ein Schifffahrtsunternehmen aus China wegen des Konfliktes mit Nordkorea angekündigt.