Pekelers Berater für Absage der Handball-WM

SID
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Köln (SID) - Die Diskussion um ein Für und Wider der Handball-WM im Januar in Ägypten wird hitziger. Im Interview mit Sport1 sprach sich nun Michael Hoffmann, Berater von Nationalspieler Hendrik Pekeler, gegen das Mammutturnier aus. "Wenn man darüber diskutiert, dass Familien zu Weihnachten vielleicht nicht zusammenkommen können, dann wäre eine Handball-WM mit 32 Teams nur drei Wochen später inakzeptabel", sagte Hoffmann.

Der Deutsche Handballbund (DHB), so Hoffmann weiter, sei außerdem seiner Verantwortung mit der folgenreichen Reise zum EM-Qualifikationsspiel in Estland nicht nachgekommen. "Natürlich müssen Handballspieler als Arbeitnehmer ihren Jobs nachgehen, und trotzdem müssen Arbeitgeber das Risiko minimieren", sagte der Berater: "Industrieunternehmen veranstalten aktuell auch keine Vertriebsseminare in Risikogebieten." Nach der Rückkehr aus Estland waren vier Nationalspieler positiv getestet worden.

Zudem ging Hoffmann auf Konfrontationskurs zu DHB-Vizepräsident Bob Hanning, der sich trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen klar für die Fortsetzung des Spielbetriebs in der Liga positioniert hat. "Man muss in Erwägung ziehen, den Spielbetrieb in der Handball-Bundesliga für zwei bis vier Wochen zu unterbrechen", sagt Hoffmann: "Uns ist nicht geholfen, wenn Spiele wegen Corona-Infektionen und Quarantänemaßnahmen immer wieder verschoben werden."