Peinliche Bühnenaktion von Trump: "Ivanka nennt mich 'Daddy'"

Donald Trumps sonderbares Verhältnis zu seiner Tochter Ivanka wurde schon in der Vergangenheit kritisiert. (Bild: AP Photo)

Während einer Rede zur Steuerreform holte Donald Trump seine Tochter Ivanka auf die Bühne. Der Grund: Er wollte den Zuschauern anscheinend nur mitteilen, dass sie ihn „Daddy“ nennt. Twitter reagierte wie gewohnt entsetzt und unheimlich witzig zugleich.

Es ist nicht das erste Mal, das Donald Trump sein Verhältnis zu seiner Tochter Ivanka anzüglich oder unangenehm kommentiert – und damit die Öffentlichkeit verunsichert. In der Sendung „The View“ im Jahr 2006 sagte er etwa: „Wenn Ivanka nicht meine Tochter wäre, würde ich sie sicherlich daten“.

Dieses Mal hielt er es bei einer Rede im US-Bundesstaat North Dakota offenbar für wichtig, zu betonen, dass Ivanka ihn nicht „Dad“, sondern „Daddy“ nennt. Vor hunderten Zuschauern sagte er: „Sie wollte so gerne mitkommen. Sie sagte: ‚Dad, kann ich mitkommen?’ Genauer sagte sie: ‚Daddy, kann ich mitkommen?’ Ich mag das.“

Abgesehen davon, dass er seine 35-jährige Tochter in eine unangenehme Situation brachte und sie als kleines Mädchen hinstellte, sorgte die Betonung des Wortes „Daddy“ für Aufruhr im Netz. Frauen, die das Wort „Daddy“ im Englischen benutzen, meinen damit nämlich in der Regel ihren Sexualpartner – und nicht den eigenen Vater.

Viele Twitter-User beschwerten sich deshalb, dass Ivanka das Wort für sie für immer ruiniert hätte:

Eine Userin schrieb: „Millennials haben schon vieles kaputtgemacht, aber wir wollen festhalten, dass Ivanka es ganz allein geschafft hat, das Wort ‚Daddy’ zu ruinieren.“

Eine andere Userin schwenkte gleich zu einer zynischen Umfrage um: „Wann ist es okay, einen erwachsenen Mann ‚Daddy’ zu nennen? A) während des Sex B) –“

Wieder eine andere Userin nahm Trump in Schutz und schrieb: „Er ist ja nun mal buchstäblich ihr Vater. Hört auf!“ Daraufhin bekam sie eine Antwort von einem weiteren User, der die Beziehung zwischen Donald und Ivanka mit diesem Foto beschrieb: „Da hast du vielleicht recht. Das (die Tatsache, dass sie ihn Daddy nennt) ist noch das am wenigsten Seltsame an ihrer Beziehung zueinander.“

Jemand anderes beschwerte sich: „Und einfach so wurde ‚Daddy’ für immer ruiniert.“

Einige fantasierten darüber, wie es im Hause Trump wohl zugeht: „Daddy, können wir Nordkorea mit Atomwaffen vernichten, bittööööööö.“

Oder brachten es auf den Punkt: „Leitende Angestellte des Weißen Hauses sollten ‚Daddy’ nicht fragen, ob sie mitkommen dürfen.“

Wie immer konnte sich Twitter zumindest teilweise über die peinliche Aktion von Donald Trump amüsieren. Was das Ganze sollte, wird wohl sowieso nicht mehr geklärt werden. Zum eigentlichen Thema der Rede hatte Ivanka nämlich nichts beizutragen, sondern sagte lediglich: „Hi, North Dakota. Wir lieben diesen Bundesstaat, deshalb ist es immer wieder schön, hierherzukommen. Ihr habt uns im November ganz großartig behandelt und macht es immer noch. Also wollen wir euch diese Liebe zurückgeben.“