Pechvogel Kittel verpasst Scheldeprijs-Sieg

Marcel Kittel verpasst sechsten Scheldeprijs-Sieg - Pascal Ackermann auf Platz zwei

Rekordsieger Marcel Kittel (Arnstadt) hat nach großem Pech seinen sechsten Erfolg beim Scheldeprijs verpasst.

Der 29 Jahre alte Radprofi vom Team Katusha-Alpecin handelte sich in der Schlussphase der chaotischen 106. Auflage des Traditionsrennens in Belgien gleich zwei Plattfüße ein und war danach chancenlos.

Den Sieg sicherte sich im Sprint nach 202 km in Schoten der erst 21 Jahre alte Niederländer Fabio Jakobsen (Quick-Step Floors) vor dem ganz starken Pascal Ackermann (Kandel) vom Team Bora-hansgrohe, der hauchdünn seinen ersten Profisieg und die Nachfolge Kittels verpasste.

"Es ist wie es ist. Nach dem ersten Platten hat es schon viel Energie gekostet, wieder heranzufahren. Auch nach dem zweiten habe ich es noch einmal probiert", sagte Kittel, dem die Missgeschicke 45 und zwölf Kilometer vor dem Ziel passierten: "Jetzt müssen wir die positive Energie mitnehmen, schließlich haben wir haben das Rennen lange dominiert und kontrolliert."

Kittel hatte das Rennen von 2012 bis 2014 sowie 2016 und 2017 gewonnen, beim Sieg des Norwegers Alexander Kristoff im Jahr 2015 fehlte er erkrankt.

Bahnschranke, Stürze und Chaos

Für Chaos sorgte vor allem eine geschlossene Bahnschranke nach rund 100 km. Mehrere Dutzend Fahrer überquerten dennoch und gegen die Regeln die Gleise, 30 Starter wurden daraufhin sofort disqualifiziert und aus dem Rennen genommen.

Zu den ausgeschlossen Übeltätern zählten Kittels Teamkollege Tony Martin sowie die mitfavorisierten Sprinter Arnaud Demare (Frankreich/FDJ) und Dylan Groenewegen (Niederlande/Lotto-NL).

Zudem gab es auf nasser Straße einen üblen Sturz, als mehrere Fahrer auf einen geparkten Kleinwagen auffuhren.