Paul Cézanne: Zu Lebzeiten verspottet, heute bewundert

Paul Cézanne verbrachte fast sein ganzes Leben in der südfranzösischen Stadt Aix-en-Provence. Viele Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber reisen in den Süden Frankreichs, um die Stadt zu erkunden, die so viele Werke von Cézanne inspiriert hat.

Ein Mitarbeiter der Tourismusbranche in Aix-en-Provence - Jean-Philippe Alfonsi - erklärt, dass das Leben und die Werke von Cézanne für den Tourismus der Stadt essentiell seien. Er sei die berühmteste Persönlichkeit der Stadt, so Alfonsi, und habe die Stadt in der ganzen Welt "zum Leuchten gebracht". Laut Alfonsi kommen Menschen seit langer Zeit nach Aix-en-Provence, um die Orte zu entdecken, an denen der fanzösische Maler arbeitete, an denen er malte, an denen er lebte und an denen er starb.

Die Werke des Künstlers werden in den größten Museen der Welt ausgestellt: in New York, London oder Paris. Aber auch Aix stellt noch immer einige seiner Gemälde aus - so wie sein Werk "Vue du jas de Bouffan".

Der Leiter des Granet Museums, Bruno Ely, erklärt warum das Werk so besonders ist. Es sei seh symbolisch, da es einen Übergang darstelle, so der Museumsleiter. Das Gemälde entstand zwischen den beiden großen Perioden von Cézannes Leben - seine impressionistischen Erfahrungen von 1870 bis 1880 und seine anschließende reifere Zeit, erklärt Ely. Diese Zeit der Reife mache ihn zum "Vater der modernen Kunst", wie es Matisse und Picasso ausdrückten.

Cézanne stellt zwischen Impressionismus und Kubismus einen Bruch in der Geschichte der Malerei dar. Zu Lebzeiten wurde der französische Maler im ganzen Land für seine Techniken und düsteren Motive kritisiert und verspottet. Aber heute, 116 Jahre nach seinem Tod, reisen Cézannes Bewunderer aus der ganzen Welt an, um unter anderem sein Atelier zu besichtigen, in dem er bis zu seinem Tod arbeitete. Das Atelier von Cézanne befindet sich am Rande von Aix-en-Provence. Der Maler kaufte es im November 1901, als er 62 Jahre alt war. Er kaufte es für 2.000 französische Francs mit dem Geld aus dem Erbe seiner vier Jahre zuvor verstorbenen Mutter. Der Maler schätzte die Lage des Ateliers sehr, denn es lag außerhalb der Stadt und in fußläufiger Entfernung zu seinem Lieblingsblick auf den Mont Sainte-Victoire, der in vielen seiner Gemälde zu sehen ist. Er hat den Berg rund 90 Mal gemalt - viele der Werke sind heute in Museen und Galerien auf der ganzen Welt zu sehen.

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