Paukenschlag: Übernahmeangebot für E.on-Tochter Uniper

Thorsten Küfner
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RWE: Das steckt hinter den Uniper-Gerüchten

Es wurde über Monate hinweg eifrig spekuliert, nun wird es konkret: Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen meldet, will der finnische Versorger Fortum tatsächlich die E.on-Tochter Uniper übernehmen. Die Fortum-Aktie wurde bereits vom Handel ausgesetzt.

Dem Bericht zufolge bieten die Finnen 22,00 Euro je Uniper-Aktie, seien aber offenbar auch bereit, ein höheres Angebot vorzulegen. Die Uniper-Aktie zog bereits kräftig an und notiert mittlerweile nur noch knapp unter dem kolportierten Angebotspreis. Auch die E.on-Aktie legt deutlich zu. Der Düsseldorfer Versorger hält aktuell noch 47 Prozent der Uniper-Anteile, kann diese aus steuerrechtlichen Gründen aber erst 2018 verkaufen. Fortum wollte sich auf Nachfrage bisher nicht zu einem möglichen Übernahmeangebot äußern.

 

DER AKTIONÄR hatte bereits in den vergangenen Monaten mehrfach auf die Übernahmefantasie bei Uniper hingewiesen. Anleger sollten hier an Bord bleiben und abwarten, was Fortum tatsächlich bieten wird. Auch bei der Aktie von E.on lohnt sich weiter ein Engagement (Stopp: 7,50 Euro).

Nachtrag: Fortum hat kurz nach Erscheinen dieses Artikels bestätigt, 22,00 Euro je Uniper-Aktie zu bieten.