Nach patziger Antwort: Sky entschuldigt sich bei enttäuschten Kunden

Simon Zimmermann
90Min


Die neue TV-Rechteverteilung der Bundesliga ist vielen Fans ein Dorn im Auge. Pay-TV-Senser Sky überträgt ab dieser Saison nur noch die Begegnungen am Samstag und Sonntag. Die Freitag-Abend-Spiele sind beim Konkurrenten Eurosport zu sehen - ein separates Abo ist dafür nötig. Ein Rechtsanwalt wollte deswegen ein Sonderkündigungsrecht für sein Sky-Paket erwirken, die ​Antwort des Senders darauf fiel alles andere als freundlich aus. 


Foto: Getty Images

Sein "Gerede um Verbrauchertäuschung" sei "Kokolores", man habe ihn "im Sack", wurde ihm per Mail mitgeteilt. Dass eine solche Antwort nicht gerade zur Kundenbindung beiträgt, wurde dem Sender schnell klar. Es folgte eine offizielle Entschuldigung - dem Mitarbeiter drohen derweil Konsequenzen.

"Während die Grundaussage – nämlich, dass kein Sonderkündigungsrecht besteht, solange der Gesamtcharakter des Bundesliga-Angebots erhalten bleibt – inhaltlich zwar korrekt ist, so sind wir mit der Tonalität des Schreibens in keinster Weise einverstanden. Eine solche Korrespondenz mit unseren Kunden ist für uns absolut inakzeptabel und widerspricht in jeglicher Form unserem Selbstverständnis als kundenorientiertem Unternehmen", sagte Sky-Sprecher Ralph Fürther gegenüber ​DWDL.de . Sky bestätigt damit die Echtheit der Email des Kundensenders, entschuldigt sich gleichzeitig über die harschen Worte des Mitarbeiters.


Herber Image-Schaden für Sky - Deutliche Reaktionen im Netz


"Die Unannehmlichkeiten, die ihm entstanden sind, werden wir selbstverständlich angemessen kompensieren", so der Sky-Sprecher weiter. Der Image-Schaden dürfte trotz der Entschuldigung allerdings nicht zu beheben sein. Mit dem Mitarbeiter im Kundencenter wolle man ein  "klärendes Gespräch führen und mögliche arbeitsrechtliche Konsequenzen prüfen."


In den sozialen Medien ließen die Kunden ihren Ärger über das Verhalten des Pay-TV-Senders freien Lauf. Das Verhalten macht einige sprachlos, viele sind verärgert über den Verlust der Freitagsspiele. Es gibt aber auch Stimmen, die den Sender verteidigen. Sky könne schließlich nichts für das Verhalten eines einzelnen Mitarbeiters, meint etwa Twitter-User Maik Kretschmar. Der Rennen beim Kurznachrichtendienst sind Hinweise, wie man das Sonderkündigungsrecht trotzdem durchsetzten kann.


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