Patientenschützer fordern schnelle Verteilung von FFP2-Masken an Risikogruppen

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Produktion von Schutzmasken

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat eine schnelle Verteilung von FFP2-Masken aus staatlichen Beständen an besonders gefährdete Risikogruppen gefordert. "Eine Verzögerung der Auslieferung erhöht das Infektionsrisiko der Menschen", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Zugleich müsse die Qualität der Masken garantiert sein.

Bund und Länder hatten vor einigen Tagen vereinbart, Risikogruppen eine Grundausstattung an verbilligten FFP2-Masken zur Verfügung zu stellen, um sie gegen eine Coronainfektion zu schützen. Inzwischen legte der sogenannte Gemeinsame Bundesausschuss für die gesetzliche Krankenversicherung auf Antrag des Bundesgesundheitsministerium eine genauere medizinische Definition des Kreises der Betroffenen vor. Demnach handelt es sich um bundesweit in etwa 27,35 Millionen Menschen, die Anspruch auf eine Zuteilung der Masken haben würden.

Das Gesundheitsministerium erarbeitet derzeit eine Verordnung, die die Verteilung anordnet und regelt. Nach früheren Informationen des Ministeriums sicherte sich Deutschland nach Ausbruch der Pandemie rund 4,2 Milliarden OP-Masken und etwa 1,7 Milliarden Masken aus höheren Schutzkategorien vertraglich. Inzwischen gibt es große Reserven, zusätzlich sind Masken nach anfänglichen Lieferproblemen wieder in ausreichender Zahl auf dem Markt. Sie sind frei käuflich.

Brysch bezifferte die Beschaffungskosten für die zur Verteilung anstehenden Masken auf rund 1,2 Milliarden Euro. FFP2-Masken mit entsprechender Qualität dürften nicht für einen Preis unter drei Euro pro Stück auf dem Markt zu bekommen sein, fügte er dabei an.

bro/cfm