Passives Einkommen: Das steht auf meiner Liste!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Du möchtest ein passives Einkommen aufbauen? Definitiv eine smarte Entscheidung, die du getroffen hast. Probleme in der Altersvorsorge sollten eigentlich für jeden ein Grund sein, weshalb man ein wenig privat vorsorgt. Ein passives Einkommen kann dir helfen, so manche Lücke bestmöglich zu stopfen.

Welche Möglichkeiten du dabei besitzt? Sowohl die Wege hin zu einem passiven Einkommen als auch die rein rechnerischen Möglichkeiten sind bereits des Öfteren Thema gewesen. Ja, auch bei uns auf der Foolishen Seite.

Vielleicht sollten wir heute jedoch über etwas anderes sprechen: Nämlich, worauf du achten solltest. Hier ist jedenfalls meine Liste, auf die ich setze. Vor allem, wenn es um passives Einkommen und Dividenden geht.

Passives Einkommen: Mindestmaß muss sein!

Es ist zugegebenermaßen niemals klug, eine Dividendenaktie bloß wegen ihrer Ausschüttungsrendite auszuwählen. Das gilt weiterhin, sowie auch, dass ein unternehmensorientierter Ansatz letztlich einzig und alleine zum Ziel führen wird. Wenn es jedoch um den Aufbau eines passiven Einkommens geht, so muss ein Mindestmaß bei mir zumindest sein.

Ich habe mir dabei inzwischen ein eher geringes Ziel gesetzt, das ich mindestens erhalten möchte: Nämlich 2 % Dividendenrendite auf Jahresbasis. Wobei ich dann einige Anforderungen an die sonstige Qualität der Aktie stelle. Insbesondere die Möglichkeiten zum Wachstum sollten hier besonders groß sein. Aber falls dir das nicht reicht: Du kannst natürlich ein anderes Mindestmaß festlegen.

Eine Dividendenrendite von mindestens 2 % ist für ein passives Einkommen jedoch gar nicht verkehrt. Ein solcher Wert kann mit dem Zins- und Zinseszinseffekt noch wachsen, sowie auch Raum für Reinvestitionen geben. Bei mir ist es jedenfalls dieser Wert, denn er eröffnet mir noch immer viele verschiedene Möglichkeiten.

Potenzial für Wachstum

Wir haben es gerade angerissen: Ja, der nächste Punkt auf meiner Liste beim Aufbau eines passiven Einkommens ist außerdem ein gewisses Wachstumspotenzial. Wobei das unterschiedlich sein kann. Grundsätzlich unterscheide ich zwei Wege.

Einerseits kann ein Potenzial beispielsweise in einem geringen Ausschüttungsverhältnis bestehen. Eine Dividendenaktie mit einem niedrigen Wert wird die eigene Dividende noch langfristig steigern können, ohne Probleme zu besitzen. Alleine das kann teilweise attraktiv sein. Aber es gibt auch noch eine andere und bei mir häufig beliebtere Variante: ein solides organisches Wachstum.

Wenn eine Aktie noch viel Raum für weiteres Wachstum besitzt, so sind das in der Regel gute Vorzeichen für ein passives Einkommen. Die Dividenden werden häufig konsequent erhöht. Außerdem steigt der Aktienkurs mit den Ausschüttungen. Das schafft Potenzial für eine attraktive Gesamtrendite.

Passives Einkommen: Nachhaltigkeit muss sein!

Zu guter Letzt achte ich beim Aufbau des passiven Einkommens noch auf die Nachhaltigkeit der Dividende. Die Dividendenrendite ist schön und gut, genauso wie das Potenzial für das Wachstum. Im Endeffekt geht es häufig jedoch um eines: Stabilität. Vor allem wenn man irgendwann von seinen Einkünften leben möchte.

Dabei existieren verschiedene Dinge, die ich in den Fokus rücke. Das Ausschüttungsverhältnis hat hier definitiv eine doppelte Funktion. Aber auch die Dividendenpolitik steht auf dem Prüfstand. Sowie die Historie, die als Indikator für die Verlässlichkeit der eigenen Ausschüttungen dienen kann.

Ein passives Einkommen ist letztlich nur so gut wie die Stabilität. Das gilt sowohl auf Basis jeder einzelnen Aktie als auch in deinem Gesamtportfolio. Vielleicht ist auch das abschließend noch ein guter Hinweis.

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