Parteitag: Berlins AfD-Chef will die Partei in die Regierung führen

AfD-Landesvorsitzender Georg Pazderski

Die Mitglieder der Berliner AfD wählen an diesem Wochenende einen neuen Parteivorstand. Die amtierenden Landeschefs, Georg Pazderski und Beatrix von Storch kündigten an, sich bei dem Parteitag am Sonnabend und Sonntag in der Spandauer Zitadelle der Wiederwahl zu stellen. Die bisherigen Stellvertreter, die Abgeordnete Hugh Bronson und Hans-Joachim Berg, werden dem Vernehmen nach dagegen nicht erneut kandidieren.

Turnusgemäß wären die Vorstandswahlen erst wieder im Januar kommenden Jahres fällig gewesen. Bei den vorangegangenen Wahlen im Januar 2016 hatte es jedoch erhebliche Unregelmäßigkeiten gegeben. Nach einer Klage zweier Parteimitglieder hatte das parteiinterne Landesschiedsgericht im Februar dieses Jahres festgestellt, dass die Wahl unrechtmäßig war. Die Parteiführung hatte daraufhin zunächst versucht, das Urteil geheimzuhalten. Nachdem das Bundesschiedsgericht das Urteil bestätigt hatte, einigten sich Parteivorstand und Kläger auf den Kompromiss vorgezogener Neuwahlen.

Der amtierende Landeschef Georg Pazderski, der auch der AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus vorsteht, kündigte an, seinen im bundesweiten AfD-Vergleich eher gemäßigten Kurs nach der erhofften Wiederwahl fortsetzen zu wollen. In einem Video-Statement, das auf seiner Facebook-Seite verbreitet wurde, bezeichnete sich der einstige Bundeswehr-Oberst als Vertreter einer "bürgerlich-konservativen" AfD "in der rechten Mitte des demokratischen Spektrums". Die Partei müsse sich "klar von jedwedem Extremismus abwenden, e...

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