Parteistreit in Sachsen: CDU-Vizelandrat mit NPD-Kontakten sorgt für Empörung

Sachsens Ministerpräsident Tillich erhielt vor ein paar Tagen einen Hilferuf.

Vor ein paar Tagen erhielt Sachsens Ministerpräsident einen Brief, einen „Hilferuf aus dem Landkreis Bautzen“. Annalena Schmidt hatte ihn an Stansilaw Tillich geschrieben und gleich öffentlich gemacht. Sie arbeitet für „Willkommen in Bautzen, ein Bündnis, das sich um Flüchtlinge kümmert. „Es wird immer schlimmer. Es ist fast nicht mehr zu ertragen“, beklagte sich die Frau über die Zustände in ihrer Stadt.

„Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus seien „inzwischen (fast) zum normalen Umgangston“ geworden. Und damit sich was ändere, forderte sie Tillich, den örtlichen CDU-Abgeordneten Marko Schiemann sowie den CDU-Landrat Michael Harig auf: „Isolieren Sie endlich auch in Ihrer eigenen Partei diejenigen, die mit öffentlichen Äußerungen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit das Wort reden.“ Dann wurde sie noch deutlicher: „Machen Sie endlich Ihre Arbeit.“

CDU-Landrat Witschas mit engem Draht zu Ex-NPD-Vorsitzenden

Es geht um Udo Witschas, den stellvertretenden CDU-Landrat, der einen engen Draht zum früheren NPD-Kreisvorsitzenden Marco Wruck hatte und, wie Chatprotokolle zeigten, in überaus freundschaftlichem Ton mit dem Neonazi über die Lage in Bautzen und über Flüchtlinge diskutierte, mit ihm telefonierte und Interna weitergab.

Der Fall sorgt für Entsetzen in Sachsen. Er wirft auch ein Licht auf die Zustände in der CDU, aus der einige Mitglieder zur AfD gewechselt sind. Sachsens CDU ist gespalten in Anhänger und Gegner Merkels, vor allem auf dem Land ist die Ablehnung...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung