Parteiinterner Streit: In der SPD wächst die Unzufriedenheit mit Michael Müller

Immer mehr parteiinterne Kritiker von Berlins SPD-Chef und Regierendem Bürgermeister Michael Müller melden sich zu Wort (Archiv)

Berlin. Vorstandswahlen stehen bei der Berliner SPD erst im nächsten Frühjahr an, doch der SPD-Landesvorsitzende und Regierende Bürgermeister Michael Müller muss damit rechnen, dass es bereits beim "Arbeits-Parteitag" am 11. November zu einer Abrechnung kommt – in der Aussprache zu den Konsequenzen aus dem Bundestagswahlergebnis. Denn die Unzufriedenheit in der Berliner SPD über ihn wächst.

Viele Mitglieder werfen Müller vor, das miserable Abschneiden der Sozialdemokraten in Berlin zu sehr auf die Bundespartei zu schieben. Vor allem aber kritisieren selbst ihm wohlgesonnene Parteifreunde, dass er als Chef der rot-rot-grünen Koalition "weder führt noch moderiert". Einer sagt sogar: "Es ist noch schlimmer. Er moderiert, wo er führen sollte, und führt, wo er moderieren sollte." Im Ergebnis gebe Berlins erste Dreier-Regierung in den zehn Monaten ihres Bestehens ein schlechtes Bild ab – auch dafür habe die SPD am 24. September die Quittung bekommen, heißt es.

Zwei historisch schlechte Wahlergebnisse für die SPD

Auf 17,9 Prozent rutschte die SPD in der Hauptstadt ab, hinter die CDU und den Linken. Muss wirklich einer alles machen? Als Neuköllns SPD-Bürgermeisterin Franziska Giffey kurz nach der Bundestagswahl diese Frage offen stellte, herrschte in ihrer Partei erst einmal beredtes Schweigen.

Die SPD hatte zum zweiten Mal unter ihrem Landeschef Müller bei einer Wahl ihr historisch schlechtestes Ergebnis eingefahren – und Giffey regte an, darüber nachzudenken, ob "man die Last nicht auf mehrere...

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