Streitkräfte und Partei bestätigen Tod von Jemens Ex-Präsident Saleh

Der frühere jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh ist tot. Schiitische Huthi-Rebellen hätten südlich der Hauptstadt Sanaa einen Konvoi des früheren Staatschefs angehalten und ihn dort erschossen, verlautete am Montag aus jemenitischen Militärkreisen. Auch der Vize-Chef von Salehs Partei sowie ihr Generalsekretär seien getötet worden.

Saleh habe versucht, aus der von Huthis kontrollierten Hauptstadt in ein Gebiet zu gelangen, das von seinen Gefolgsleuten kontrolliert wird, sagte eine führende Vertreterin der Partei, Faika al-Sajjed, am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Dabei sei er von Huthi-Rebellen angegriffen worden. Saleh sei "als Märtyrer bei der Verteidigung der Republik gefallen", sagte al-Sajjed.

Die Huthi-Rebellen hatten wenige Stunden zuvor erklärt, Saleh, der im jemenitischen Bürgerkrieg ein wichtiger Machtfaktor war, sei bei Kämpfen in der Hauptstadt Sanaa getötet worden. Die Rebellen verbreiteten Bildaufnahmen, auf denen der Leichnam des ehemaligen Staatschefs zu sehen sein soll.

Erst am Wochenende war es zu einem offenen Bruch zwischen den Huthi-Rebellen und Saleh gekommen, die seit 2014 gemeinsam gegen die vom Nachbarland Saudi-Arabien unterstützten Kräfte gekämpft hatten. Die Huthis hatten Saleh nach dem Bruch "Hochverrat" vorgeworfen und angekündigt, gegen die von Saleh geführten Verbände zu kämpfen.