Parlamentswahlen in Frankreich: Wie fest sitzt Macron im Sattel?

Für das Lager des franzöischen Präsidenten hat der Tag nicht gerade vielversprechend begonnen. Ein erstes Regierungsmitglied fliegt raus: die Staatssekretärin für das Meer, Justine Benin, aus Guadeloupe musste sich ihrem Gegner des neuen Linksbündnisses geschlagen geben.

Präsident Emmanuel Macron hofft dennoch auf eine solide Mehrheit in der Nationalversammlung, die nach der ersten Runde der Parlamentswahl noch nicht abzusehen war. Andernfalls müsste er sich möglicherweise mit dem neuen Linksbündnis unter Jean-Luc Mélenchon arrangieren, um regieren zu können.

Ein anderes Problem ist das geringe Interesse an der Wahl: "Für mich bedeutet Politik viele Versprechen, viel von "ich werde dies und das tun". Und letztendlich sieht man keine große Veränderung", mein ein Angestellter in der Autoindustrie.

"Viele Leute gehen nicht wählen und meistens sind es die, die man am lautesten hört. Diejenigen, die wählen werden nicht gehört", meint dieser Mann, der arbeitslos ist.

Die Mobilisierung der Wählerschaft an einem Wochenende mit Rekordtemperaturen ist eine entscheidende Herausforderung. In der ersten Wahlrunde war mehr als jeder Zweite (52,5 %) nicht wählen gegangen. 2017 hatten im zweiten Wahlgang gerade mal 43 Prozent der Franzosen und Französinnen gewählt, ein Rekord seit 1958.

Ob es Macron trotz der voraussichtlich geringen Wahlbeteiligung gelingen wird, seine Regierung im Sattel zu halten, bleibt abzuwarten.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.