Parkland-Überlebende Emma González bezwingt Waffenlobby auf Twitter

Nach dem tragischen Parkland-Shooting wurde die überlebende Schülerin Emma González der Marjory Stoneman Douglas Highschool zum Gesicht einer Protestbewegung gegen die amerikanische Waffenlobby. Und jetzt stellt die junge Schülerin einen neuen Rekord auf Twitter auf, der ein eindeutiges Zeichen setzt.

Die Zahl der Menschen, die Emma González auf Twitter folgen, steigt stetig. (Bild-Copyright: Jonathan Drake/REUTERS)

Am Valentinstag stürmte ein bewaffneter ehemaliger Schüler die Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland und erschoss 14 Schüler und drei Erwachsene. Nur zwei Tage nach dem Massaker trat die 18-jährige Emma González in einer bewegenden elfminütigen Rede an die Öffentlichkeit und plädierte für eine Verschärfung des Waffengesetzes in den USA.


Doch danach hörte die Schülerin nicht auf. Auf Twitter trieb sie die Protestbewegung weiter voran und kann jetzt einen unglaublichen Erfolg verzeichnen: Mittlerweile hat Emma González mehr Follower als die US-amerikanische Waffenlobby NRA. Die Anzahl ihrer Follower steigt stetig, fast eine Million User haben ihren Account abonniert. Die National Rifle Association of America (NRA) verzeichnet etwa 582.000 Follower.

Stolz verbreitete der US-amerikanische Filmproduzent Beau Willimon die frohe Kunde. Zu einem Bild der Schülerin schrieb er:


“Ab heute hat Emma González mehr Followers als NRA. Das ist innerhalb von weniger als zwei Wochen passiert. Das ist eine Bewegung. Das ist die Zukunft. Der Wandel passiert jetzt.”

Dass Emma González jetzt die NRA auf Twitter überholt hat, ist mehr als ein symbolischer Gewinn. Viele sehen darin einen kulturellen Wandel, der wirklich dazu führen könnte, dass es in Amerika schwerer werden könnte, an Waffen zu kommen. Es bildet sich eine große Gegenbewegung zur Waffenlobby, die sogar schon erreichen konnte, dass zahlreiche große Firmen, die vorher eine Kooperation mit der NRA hatten, sich von ihr losgesagt haben. Darunter: Hertz, Avis, Delta airlines und United.


Wie die Waffenlobby auf die Protestbewegung und die mögliche Verschärfung der Gesetze reagiert, lesen Sie hier.