Pariser Louvre gibt Monet-Gemälde nach Jahrzehnten an Japan zurück

Ein seit 1945 vermisstes Ölgemälde des französischen Impressionisten Claude Monet ist im Pariser Louvre wiedergefunden und nach Japan zurückgegeben worden. Das Bild hatte sich vor Kriegsausbruch im Besitz eines japanischen Geschäftsmanns befunden

Ein seit 1945 vermisstes Ölgemälde des französischen Impressionisten Claude Monet ist im Pariser Louvre wiedergefunden und nach Japan zurückgegeben worden. Das Bild "Seerosen - Spiegelung eines Weidenbaums" hatte sich vor Kriegsbeginn im Besitz des japanischen Geschäftsmanns Kojiro Matsukata befunden und sei "kürzlich" dem Nationalmuseum für Westliche Kunst in Tokio übergeben worden, sagte ein Sprecher des Museums am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Der Louvre hatte das Gemälde nach Angaben des Nationalmuseums in Tokio schon im Jahr 2016 entdeckt, doch erst jetzt wurde der Fund öffentlich gemacht. Das Gemälde wird auf das Jahr 1916 datiert und zeigt schwimmende Blumen auf einem See.

Der Kunstsammler Matsukata hatte das Bild 1921 offenbar persönlich bei Monet in dessen Atelier gekauft, hieß es. Während des Zweiten Weltkriegs wurden demnach rund 400 Gemälde aus der Sammlung Matsukatas nach Paris gebracht, um sie dort vor Beschädigungen zu schützen. Nach Kriegsende beschlagnahmte die französische Regierung die Kunstwerke. Ein Großteil der Sammlung wurde jedoch schon 1959 an Japan zurückgegeben.

Das zwei Meter hohe und vier Meter breite Monet-Bild überstand den Krieg nach Angaben des Nationalmuseums nicht unversehrt: Es sei stark beschädigt und müsse restauriert werden. Dennoch habe das Gemälde das Potenzial, "Monets wunderbare Arbeit" zu veranschaulichen. Das Museum in Tokio will das Werk nach der Restaurierung im Juni 2019 ausstellen.