Paris erhält nach Elektroauto-Debakel neues Carsharing

Nach dem Aus für das Elektroauto-Carsharing in Paris gehen neue Anbieter an den Start. Die Autohersteller Renault und die Opel-Mutter PSA stellten ihre Pläne am Mittwoch vor. Beide Konzerne wollen ab dem Herbst eigene Mietautos zur Verfügung stellen

Nach dem Aus für das Elektroauto-Carsharing in Paris gehen neue Anbieter an den Start. Die französischen Autohersteller Renault und die Opel-Mutter PSA stellten ihre Pläne am Mittwoch vor. Beide Konzerne wollen ab dem Herbst eigene Mietautos zur Verfügung stellen. Sie setzen dabei ebenfalls auf Elektromobilität. Anders als bisher soll es aber keine festen Stationen mehr für die Wagen geben.

Das bisherige Angebot namens Autolib' mit 4000 Elektro-Fahrzeugen steht wegen hoher Schulden und sinkender Nutzerzahlen vor dem Aus. Die Stadt hatte den Vertrag mit dem Betreiber und Großindustriellen Vincent Bolloré im Juni gekündigt. Seine grauen E-Autos werden Ende Juli endgültig aus dem Verkehr gezogen.

Ab September will dann Renault ins Carsharing einsteigen, wie Konzernvertreter auf einer Pressekonferenz mit Bürgermeisterin Anne Hidalgo ankündigten. Bis Ende sollen 2000 Elektroautos zur Verfügung stehen - nach dem Vorbild der spanischen Hauptstadt Madrid, wo Renault Ähnliches anbietet. Künftig soll es keine festen Parkplätze und Ladestationen mehr geben. Stattdessen sollen die Wagen von Mitarbeitern nachts aufgeladen und gewartet werden.

Auch die PSA-Gruppe und das Mietwagenunternehmen Ada wollen Fahrzeuge bereitstellen. PSA setzt zunächst auf 500 Autos. Ada will mit rund 50 Autos in zwei Pariser Stadtbezirken starten. Bürgermeisterin Hidalgo schloss weitere Angebote nicht aus. Auch Volkswagen und BMW verhandeln mit der Stadt.