Paris 2024: Bauprojekte wohl deutlich teurer als erwartet

Paris 2024: Bauprojekte wohl deutlich teurer als erwartet

Den Machern der Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris droht mit Blick auf die Bauprojekte eine Kostenexplosion. Das geht aus einem Bericht hervor, den Experten aus Frankreichs Finanz-, Sport- und Umweltministerien am Freitag vorlegten. Demnach könnten die Kosten nach jetzigem Stand um rund 500 Millionen Euro steigen. Das Gesamtbudget für die Spiele in sechs Jahren liegt bei 6,8 Milliarden Euro.
Zudem warnten die Kontrolleure vor Verzögerungen bei der Fertigstellung des Olympischen Dorfes und der Medienunterkünfte, beides soll entlang der Seine entstehen. Die Größe dieses Projektes müsse dringend überdacht werden, um die Kostensteigerung unterhalb von 200 Millionen Euro zu halten.
Beispielhaft nannten die Experten zudem den geplanten Bau des Schwimmzentrums, das in der Nähe des Stade de France in Saint-Denis nördlich von Paris entstehen soll. Die veranschlagten Baukosten von 108 Millionen Euro seien nicht einzuhalten, nach ihren Berechnungen könne der Bau "mehr als 260 Millionen Euro" verschlingen.
Ein Grundproblem bei der Planung für Paris 2024 sei, "dass hier in sechs Jahren ein Projekt gestemmt werden soll, welches unter normalen Umständen zehn Jahre in Anspruch nehmen würde."