Para-WM: Weitspringerin Müller-Rottgardt verpasst Medaille

SID
Para-WM: Weitspringerin Müller-Rottgardt verpasst Medaille

Katrin Müller-Rottgardt (Wattenscheid) hat ihre zweite Medaille bei der Para-Leichtathletik-WM in London verpasst. Zwei Tage nach ihrem zweiten Platz über 100 m landete die stark sehbehinderte 35-Jährige im Weitsprung mit 5,20 m auf Rang vier. 
Vor rund 15.000 Zuschauern im Olympiastadion fehlten Müller-Rottgardt letztlich 22 Zentimeter zum neuerlichen Sprung aufs Treppchen. Ihre bislang einzigen beiden WM-Titel hatte die gelernte Physiotherapeutin 2003 über 200 m und 400 m gewonnen. Ihre letzte Medaille im Weitsprung holte sie bei der EM 2016 (Bronze). Weltmeisterin wurde wie erwartet die Ukrainerin Oksana Subkowska (6,02 m)
Schon bei ihrer Geburt hatte das Sehvermögen von Müller-Rottgardt lediglich bei zehn Prozent gelegen. Der gebürtigen Duisburgerin, die in der Klasse T12 (visuelle Beeinträchtigung) startet, sind davon nur noch zwei Prozent geblieben.
Das 23-köpfige Team des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) hat kurz vor dem Abschluss des achten von insgesamt zehn Wettkampftagen bislang 14 Medaillen (fünf Gold, fünf Silber und vier Bronze) auf dem Konto. 
Bei der vergangenen Para-WM der Leichtathleten 2015 in Doha/Katar war die deutsche Auswahl auf insgesamt 24 Mal Edelmetall (acht Gold, sieben Silber, neun Bronze) gekommen.