Para-WM: Schulze verpasst seine zweite Medaille

SID
Para-WM: Schulze verpasst seine zweite Medaille

Routinier Mathias Schulze hat bei der Para-Leichtathletik-WM in London seine zweite Medaille verpasst. Fünf Tage nach dem Gewinn von Silber im Kugelstoßen landete der 33-Jährige aus Magdeburg im Diskuswerfen mit 45,87 m auf dem fünften Rang.
Damit wiederholte Schulze, dem die linke Hand fehlt, seine Platzierung von der WM 2015 in Doha/Katar. Den Weltmeistertitel holte sich wie erwartet der Chinese Zhanbiao Hou, der mit 48,42 m aber deutlich unter seiner Weltrekordweite (52,64 m) blieb.
Damit hat der Deutsche Behindertensportverband (DBS) vor dem Abschluss des letzten Wettkampftages am Sonntagabend im Olympiastadion insgesamt 19 Medaillen auf dem Konto - siebenmal Gold sowie jeweils sechsmal Silber und Bronze. 
Erfolgreichster deutscher Starter ist der unterschenkelamputierte Sprinter Johannes Floors (Leverkusen) mit zweimal Gold (200 m und 400 m) und einmal Silber (100 m). Am Sonntagabend könnte der 22-Jährige mit der 4x100-m-Staffel erneut auf dem Treppchen landen und seine Medaillensammlung weiter aufstocken.
Bei der vergangenen Para-WM der Leichtathleten in Doha war die deutsche Auswahl auf insgesamt 24 Mal Edelmetall (acht Gold, sieben Silber, neun Bronze) gekommen.
Allerdings fehlen dem DBS in London sieben Paralympicssieger beziehungsweise -siegerinnen von Rio aus unterschiedlichen Gründen. Unter ihnen der verletzte Heinrich Popow, Marianne Buggenhagen (Karriereende) oder Vanessa Low, die künftig für die australische Heimat ihres Freundes Scott Reardon an den Start gehen wird.
Am Sonntag hat auch noch Sprinterin Irmgard Bensusan (Leverkusen) über 200 m die Chance auf ihren zweiten Weltmeistertitel nach Gold über 400 m. Die gebürtige Südafrikanerin hatte bei einem Sportunfall vor acht Jahren einen Nervenschaden im Unterschenkel erlitten.