Para-WM: Koleiski überrascht mit Gold - 15. deutsche Medaille

SID
Para-WM: Koleiski überrascht mit Gold - 15. deutsche Medaille

Kugelstoßerin Frederike Koleiski hat bei der Para-Leichtathletik-WM in London für eine Überraschung gesorgt und Gold gewonnen. Die 29-Jährige aus Duisburg lag lange auf Platz drei, schaffte dann aber mit ihrem letzten Versuch und 11,53 m den Sprung auf den ersten Platz. 
"Ich kann es nicht glauben und denke mir, jetzt muss mich einer kneifen", sagte Koleiski und meinte: "Ich bin so glücklich und könnte heulen, bin aber immer noch total aufgeregt." 
Es ist die zweite Medaille für Koleiski nach Bronze bei der Weltmeisterschaft 2015 in Doha/Katar. Damit bescherte sie dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) das insgesamt 15. Edelmetall.
Koleiski, die unter anderem Polyneuritis und ein chronisches Schmerzsyndrom hat, konnte ihr Glück vor 15.000 Zuschauern im Olympiastadion kaum fassen und lief mit ungläubigem Blick in die deutsche Kurve. Dort gratulierte ihr als einer der ersten Kugelstoß-Weltmeister Niko Kappel (Sindelfingen). Bislang waren 11,15 m ihre persönliche Bestmarke gewesen.
Mit dem Diskus hatte die auch als erfolgreiche Jugendtrainerin arbeitende Studentin in London das Treppchen als Viertplatzierte nur knapp verpasst.
Das 23-köpfige DBS-Team hat damit nach dem achten von insgesamt zehn Wettkampftagen sechsmal Gold, fünfmal Silber und viermal Bronze auf dem Konto. Bei der vergangenen Para-WM der Leichtathleten 2015 in Doha/Katar war die deutsche Auswahl auf insgesamt 24 Mal Edelmetall (acht Gold, sieben Silber, neun Bronze) gekommen.