Para-WM: Forster holt auch Gold in der Super-Kombination

Monoskifahrerin Anna-Lena Forster bleibt bei den Weltmeisterschaften im katalanischen Espot in der Goldspur. Deutschlands Para-Sportlerin des Jahres gewann einen Tag nach ihrem Triumph im Super-G auch die Super-Kombination und holte damit in der sitzenden Klasse ihren insgesamt siebten WM-Titel. In der stehenden Klasse fuhr Anna-Maria Rieder mit Silber ihr bislang bestes Ergebnis bei einem Großereignis ein.

Forster lag bereits nach dem Super-G über drei Sekunden vor der zweitplatzierten US-Amerikanerin Laurie Stephens, in ihrer Spezialdisziplin Slalom baute sie den Vorsprung auf fast 15 Sekunden aus. "Es ist schon geil", sagte die 27-Jährige: "Ich war nervös, weil ich zeigen wollte, was ich kann. Ich habe es ganz gut gemacht. So kann es weitergehen." In den weiteren Rennen sei "noch Einiges" drin.

Gold gab es am Dienstag zudem im Sprint der Skilangläufer. Marco Maier, der am Sonntag schon im Biathlon erstmals in seiner Karriere Weltmeister geworden war, setzte sich in der stehenden Klasse klar durch. Der Para-Sportler des Jahres hatte bei den Paralympics zwei Silbermedaillen geholt. Silber gewannen in Espot zudem Linn Kazmaier und Nico Messinger in der Klasse der Sehbehinderten, Bronze holten Johanna Recktenwald und Anja Wicker (sitzende Klasse).

Monoskifahrerin Rieder fehlten trotz eines Riesenpatzers der schwedischen Dominatorin Ebba Aarsjoe 3,36 Sekunden auf ihren ersten großen Titel. "Ich bin happy und glücklich. Das fühlt sich gut an", sagte die 22-Jährige nach ihrer vierten WM-Medaille. Andrea Rothfuss kam einen Tag nach ihrer Silber-Medaille im Super-G nicht über Rang fünf hinaus. Die Weltmeisterschaft der Alpinen endet ebenso wie die der Nordischen am Sonntag.

"Der Start ist sehr, sehr gelungen", sagte DBS-Leistungssportvorstand Karl Quade dem SID: "Woman Power ohne Ende und dazu noch Marco Maier. Beide Truppen sind gut aufgestellt. Sie zeigen Topleistungen."