Papst trifft Rohingya-Flüchtlinge in Dhaka

Papst Franziskus hat bei einem interreligiösen Treffen in Bangladesch mehrere Rohingya-Flüchtlinge getroffen. Der Vatikan musste bestätigen, dass der Pontifex nun tatsächlich das Wort "Rohingya" gesagt habe, denn es war für die Dolmetscher unverständlich gewesen und wurde nicht übersetzt.

"Heute heißt die Gegenwart Gottes auch Rohingya", hatte Franziskus nach Vatikan-Angaben gesagt. Er sprach Italienisch und das Wort "Rohingya" klang wie "Rossinga". Sowohl der ins Englische als auch der ins Bengalische übersetzende Dolmetscher konnten das Wort nicht verstehen und sagten es daher nicht.

Der Papst war kritisiert worden, weil er das Wort "Rohingya" in Myanmar nicht benutzt hatte, da ihm die katholische Kirche vor Ort davon abgeraten hatte. Das Katholiken-Oberhaupt würde so eine der größten humanitären Krisen der Welt ignorieren, lautete der Vorwurf. 620.000 Rohingya sind aus Myanmar geflohen. Die Vereinten Nationen sprechen von "ethnischer Säuberung".