Papst tauscht Papamobil gegen Fahrradrikscha

Franziskus in einer Fahrradrikscha

Papst Franziskus hat sich in Bangladesch an die landestypische Fortbewegungsweise angepasst: Bei seinem Besuch in der Hauptstadt Dhaka tauschte der für seine Volksnähe bekannte Pontifex am Freitag das berühmte Papamobil gegen eine Fahrradrikscha. Der 80-Jährige ließ sich aber nicht durch die Stadt, sondern durch den Garten des erzbischöflichen Hauses fahren.

Fahrradrikschas sind in Bangladesch weit verbreitet, meist sind sie stark heruntergekommen. Der Papst durfte dagegen in einem nagelneuen Gefährt Platz nehmen. Zu seiner Sicherheit wurden offenbar zusätzliche Stangen am Sitz angebracht. Nach der Tour segnete Franziskus seinen Fahrer Sagar Corraya. "Er tätschelte meine Schulter und sagte vielen Dank", berichtete Corraya der Nachrichtenagentur AFP. "Als ich gehen wollte, rief er mich und gab mir ein Geschenk. Es war ein Rosenkranz."

Franziskus lehnt jegliche Extravaganz ab und nutzt auch in Rom lieber bescheidene Kleinwagen anstelle von Luxuslimousinen. Vor seiner Rikschafahrt hatte der Papst in Dhaka eine Messe vor rund 100.000 Gläubigen gefeiert. Dazu fuhr er in einem Papamobil vor. Das kleine, gesicherte Fahrzeug mit großen Scheiben wurde eigens für Päpste entwickelt, damit sie bequem und geschützt ein Bad in der Menge nehmen können.