Papst schläft manchmal beim Beten ein

Papst Franziskus beim Gebet am 4. Oktober im Vatikan

Das Gebet hat für Papst Franziskus eine äußerst beruhigende Wirkung: "Wenn ich bete, schlafe ich manchmal ein", verriet der 80-Jährige in einer am Dienstag auf dem Online-Kanal YouTube veröffentlichten Sendung des katholischen Programms TV2000. "Die heilige Thérèse tat es auch", schob der Papst hinterher - er bezog sich damit auf eine bekannte französische Nonne aus dem 19. Jahrhundert.

Franziskus zitierte dann aus einem Psalm, in dem es heißt, Christen sollten sich beim Gebet fühlen, als lägen sie im Arm ihres Vaters. "Das ist eine von vielen Arten, den Namen Gottes zu heiligen - mich wie ein Kind in seinen Armen zu fühlen", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Der aus Argentinien stammende Jorge Bergolglio ist in der Begegnung mit Menschen äußerst lebhaft, doch beim Gebet zieht er sich mit gesenktem Haupt und geschlossenen Augen vollkommen in sich zurück. Abgesehen davon ist der Papst für seinen geregelten Schlafrhythmus bekannt: Er geht täglich um 21.00 Uhr ins Bett, um in aller Herrgottsfrühe - um 04.00 Uhr morgens - wieder aufzustehen. Die relativ kurze Nachtruhe gleicht der vielbeschäftigte Papst nach Angaben aus seinem Umfeld durch einen Mittagsschlaf aus.