Papst in Myanmar - sagt er das "R-Wort"?

Als erstes Oberhaupt der katholischen Kirche hat Papst

Franziskus einen Besuch in mehrheitlich buddhistischen Myanmar begonnen. Überschattet

wird die Reise in das südostasiatische Land von der Krise um

die muslimische Minderheit der Rohingya. Aus Furcht vor Verfolgung sind mehr als 600.000 Muslime aus dem ehemaligen Birma ins Nachbarland Bangladesch geflohen – die Vereinten Nationen nennen das „Ethnische Säuberung“. Nach Bangladesch will Franziskus am Donnerstag weiterreisen.

Tausende Katholiken kamen in die Hauptstadt, um den Papst zu begrüßen.

Franziskus als erster Papst zu Besuch in Myanmar https://t.co/1QC4Yg0FIT via China_Welt_News— M.P.Cato der Jüngere (JungereCato) 27 novembre 2017

Angelina Naw nan Aye, Tänzerin

“Es war sehr heiß und anstrengend in der Sonne, aber als ich den Papst sah, war all das weg. Ich bin sehr glücklich, ihn gesehen zu haben.”

Der Papst ist unter anderem mit der De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi verabredet, dem mächtigen Militärchef und buddhistischen Mönchen.

Während ich mich auf meinen Besuch in Myanmar und Bangladesch vorbereite, möchte ich ihren Völkern ein Wort des Grußes und der Freundschaft schicken. Ich kann es kaum erwarten, euch begegnen zu dürfen!— Papst Franziskus (@Pontifex_de) 25 novembre 2017

Die große Frage ist, ob Franziskus in Myanmar das Wort «Rohingya»

überhaupt in den Mund nehmen wird. Die katholische Kirche dort

hatte ihn darum gebeten, darauf zu verzichten, um keine neuen

Spannungen zu schüren.

Wir helfen Menschen in Not in Myanmar und Bangladesch und hoffen, dass der Papst mit seinem Besuch ab Sonntag den Dialog zwischen d. Volksgruppen mit verbessern hilft. https://t.co/6XyoOxShkd pic.twitter.com/kSIc3WGht4— Malteser Deutschland (@malteserDE) 24 novembre 2017

Die Katholiken sind eine der kleinsten religiösen Minderheiten in Myanmar mit gut 660.000 Menschen, etwas mehr als 1 Prozent der Bevölkerung von 52 Millionen.

su mit dpa